Veröffentlicht in Referendariat

Erwartungshorizont

Bald steht mir der Aufbruch bevor, in das unbekannte Land.  Ich trete im Mai 2016 mein Referendariat an und werde mich neben dieser neuen Vollzeitbeschäftigung nebenher noch um je zwei Kinder und Männer kümmern müssen. Nur dass niemand denkt, es könnte hier in naher Zukunft Langeweile aufkommen.

Und es ist nicht so, als hätte ich nicht schon genügend Eindrücke zweiter Hand sammeln können, als dass ich nicht eine ungefähre Ahnung hätte, was genau mich da erwarten wird. Zumindest, wenn es ansatzweise so wird, wie man ’so hört‘. Ginge es danach, komme ich nicht ohne 2-3 Burnouts, gescheiterte oder zumindest bis zum zerreißen gespannte Beziehungen, sträflich vernachlässigte Kinder und einem Minus auf meinem Lebenszeitkonto durch die Sache durch. Aber selbst wenn ich das schaffen sollte, wird alles unter 1,3 im zweiten Staatsexamen mich sowieso zu einem Dasein als Vertretungslehrerin verdammen, wenn ich in unserer ländlichen Ecke, an die ich durch das Eigenheim nun gefesselt bin, überhaupt eine Anstellung bekommen sollte. Es könnte also positiver aussehen.

Und dann ist da noch die Sache mit meinem Charakter … Tja, dumme Geschichte, mein sehr gerne, sehr offen und sehr zügig sprechendes Mundwerk hat mich schon in viele Situationen gebracht, die ein zurückhaltender, weniger direkter Mensch wohl nicht kennen dürfte. Somit wird pünktlich zu meinem Dienstantritt ein schönes Schild die Eingangstür zieren, damit es mich jeden Morgen an das Motto der nächsten 18 Monate erinnern kann:

Lächeln und Nicken! Irgendwann soll auch dies vorüber gehen.

P.S.: Bitte das Datum dieses Beitrags ignorieren. Ich habe einen alten Probebeitrag umgeschrieben.

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2 Kommentare zu „Erwartungshorizont

  1. Was man so hört…
    Ja, das ist eine ganze Menge Beunruhigendes. Aber das wird ja bestimmt nicht immer so – hoffe ich zumindest. Bei mir dauert es ja noch Ewigkeiten, bis es mal so weit ist.
    Ich bin sehr gespannt, was du aus deinem Referendariat berichten wirst und wünsche dir dafür alles Gute.

    1. Vielen Dank für die Wünsche 🙂

      Ich hoffe sehr, dass ich nicht die komplette Breitseite an ungünstigen Konstellationen erwische, die sich dann zusammen noch zum Super-Gau aufschaukeln. Allerdings habe ich in der Zeit jetzt tatsächlich nur einen einzigen positiven Bericht zum Referendariat gehört, was einem echt zu denken gibt.

      Sicher, Stress erwartet wohl jeder, aber diese Diskrepanz zwischen ‚können sollen‘ und ‚können können‘ ist riesig, da die Maßstäbe so unrealistisch sind.

      Man wird sehen, ich wage mich jetzt auf jeden Fall dran 😉

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