Veröffentlicht in Familie

Die letzten 7 Tage

Diese Woche war sehr unangenehm. Leider hatte ich unser ‚Glück‘ zu früh gelobt, als ich meinte, dass wir den MD Infekt schnell überwunden hätten. Er traf uns dann noch mit voller Wucht und wir mussten die Woche eine alternative Betreuung für die Kinder organisieren. Zum Glück sind Schwiegermutter und -vater eingesprungen, was wesentlich besser geklappt hat als erwartet. Sie sind nicht mehr die Jüngsten und körperlich auch nicht mehr die Fittesten, aber die Kinderbetreuung hat ihnen sichtlich Spaß gemacht, wenn sie auch nachmittags erschöpft in ihre Sessel gesunken sind, wie mir die Mutter meines Mannes am dritten Tag erzählte.

Für mich hieß das, dass ich nach den mehr als unruhigen Nächten, in denen bis zu zwei Mal samt und sonders die Bettwäsche sowohl der großen als auch der Kinderbetten gewechselt werden musste, morgens die Kinder aus dem Schlaf reißen, uns fertig machen und genug Zeit durch den Berufsverkehr auf dem verlängerten Arbeitsweg einplanen musste, der uns dann zuerst bei Schwiegereltern vorbeiführte. Dort wurde etwas gehetzt (von meiner Seite aus) das Frühstück gegessen. Dann mit erhöhter Geschwindigkeit (ja in der einen 30er Zone stand ein Blitzer … ) zur Volkshochschule, den Kopierer quälen und auf die letzte Minute beim Kurs im Gemeindehaus aufschlagen.

Nach den Stunden, die ich vormittags dann damit zugebracht habe, die deutsche Sprache mit Händen und Füßen zu erklären, Selfies mit mindestens der Hälfte der anwesenden 30 Mütter aus den verschiedensten Ländern gemacht und nebenher weinende Babies in den Schlaf geschuckelt habe, damit die arme Mutter wenigstens ab und an mal etwas von der Tafel abschreiben konnte, ging es dann mittags wieder zu Schwiegereltern (oder gleich weiter zur Uni – verschwundenes Buch aus der Bibliothek …), wo ich noch ein paar Stunden verbrachte, damit mein ebenfalls angeschlagener Freund sich auskurieren konnte. Abends zu Hause angekommen, durfte ich mich dann für eine Stunde ins Gästezimmer zum Lesen verkriechen, als mein Mann von der Arbeit kam, bevor es Abendessen gab.

Es war ’nur‘ eine kleine Änderung im Tagesablauf – die Kinder verbrachten den Tag bei den Großeltern und nicht in der Kita – und auch die Nächte waren nicht entspannt, aber es hängt dennoch so viel daran, dass ich nun so erschöpft bin, dass mir der Hals unangenehm kratzt seit heute morgen und ich mich jetzt bereits ins Bett legen könnte. Irgendwann muss ich aber den Papierkram erledigen, der sich die letzten Tage wieder auf meinem Schreibtisch angesammelt hat.

Mein Freund ist wieder auf den Beinen, steht gerade mit den Kindern in der Küche und bereitet das Abendessen vor, ich konnte endlich mal wieder an den Schreibtisch und den Computer anschalten und ein Bad habe ich vorhin auch genommen, als er mit den Kindern einkaufen war. Morgen habe ich frei, die Kinder allerdings gezwungener Maßen auch, da heute wieder eins in der Kita gebrochen hat. Das Risiko gehe ich nicht ein. Alle anderen sind gesund, nun habe ich Zeit krank zu werden; ist ja Wochenende.

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