Veröffentlicht in Organisatorisches, Referendariat

Und da bricht die letzte Woche an …

Hatte ich nicht so viel tun wollen? Ich erinnere mich genau, dass mir der April so lang erschien, ich so viel nebenher organisieren wollte und bauen wollte für die Kinder und überhaupt all das, was hier seit Monaten liegen blieb mal angehen wollte. Wollen gewollt habe und so …

Meine Überzeugung, dass der April ja sooo lang wäre hat sich dann gestern auch gleich in einer falschen Terminabsprache niedergeschlagen. Durch meine Heiserkeit vor drei Tagen musste ich einen Unterrichtstag ausfallen lassen, der nun noch nachgeholt werden sollte. Kein Problem, Freitags habe ich ja frei, da können wir ja nächste Woche … Joa, nächste Woche? Nächste Woche Freitag bin ich morgens wahrscheinlich leicht nervös auf dem Weg zur Vereidigung! Hatte mein Sprachkurs nicht gerade erst angefangen?! Mal sehen, wie ich das Chaos nun noch gewuppt bekomme.

Heute habe ich gleich einmal die sich schon wieder stapelnden Papiere gesichtet, abgelegt, bearbeitet und mir dann auch gleich telefonische Beratung gesucht, da ich zwar Kindergeld kenne, Kinderfreibeträge aber noch nicht in meinem Nahbereich aufgetaucht sind. Dokumente in Mehrfachausführung sind mir sowieso immer suspekt, da ich nie ganz genau weiß, was jetzt wohin geschickt werden muss. Postanschriften sind auf den Briefen notiert, die ich noch von vor der Portoerhöhung vorfrankiert hier herumliegen hatte und kleine Post-Its weisen auf die fehlenden Unterschriften meines Mannes bei gemeinsamen Anträgen hin.

Eigentlich war ich heute Morgen schon echt produktiv, aber irgendwie fühle ich mich sehr unvorbereitet. Nur noch eine Woche …

Gestern Nachmittag habe ich endlich an meinem Projekt ‚Kinderbetten‘ weiter gebastelt. Wie schon einmal erwähnt, wartet dasselbe seit Oktober (!) darauf, von mir fertiggestellt zu werden. Ich schaffe das dieses Wochenende. Habe ich mir fest vorgenommen.

Ich muss noch einmal über die Steuererklärung drüber gucken und sie wegschicken. Hmm … dafür habe ich nächste Woche noch Zeit.

Ich wollte das Didaktikbuch noch einmal durchlesen und mir grundlegende Modelle und Strategien merken. Mein erster Versuch wurde ja von den verschwundenen Daten beim Rumprobieren mit dem neuen Programm sabotiert.

Mein Ordnungssystem mit den Akten ist aufgebaut und einsatzbereit.

Mein Schreibtisch, die Pinnwände und Kalender sind aufgeräumt und auf Referendariat umgestellt worden.

Erste Handwerksmaterialien wie Lehrerkalender, Lage-/Raumpläne, Kollegiums-Kürzel-und-Fach-Listen, beschreibbares Gruppenfoto, grundlegende Seminar Infos, Vordrucke für Formulare (Krankenkassenwechsel, Tarifgruppenweschel beim allgemeinen Versicherer), Anträge (für Rabatte bei Verlagen), Kerncurricula für die Fächer, Kompetenzfelder und Erschließungsfragen (für die ersten Seminartage), sowie Checklisten für die wichtigsten Einstiegsfragen und -infos sind zur Hand, ausgedruckt, geordnet und kategorisiert.

Ich habe mich eigentlich auf die meisten Eventualitäten vorbereitet, die mir so einfielen. Aber da es so ein Sprung ins Neue, ins kalte Wasser ist, fühle ich mich trotzdem durch und durch unvorbereitet und da die Zeit jetzt so gerast ist, ist doch wieder so viel liegen geblieben, was ich eigentlich noch machen wollte. Und gerade das erschreckt mich. Ich hatte jetzt einen halben Arbeitstag, nur vier Tage die Woche. Wie soll das denn nur werden, wenn ich Vollzeit arbeite?! Man darf sehr gespannt sein, was das gibt.

Eine positive Nachricht habe ich aber zum Schluss: Die Kita hat doch noch reagiert, ich hatte ein Gespräch letzte Woche, und wir bekommen ab Mai die Ganztagesbetreuung. Ein echtes Glück, so muss ich mir darum keine Gedanken mehr machen. Die Großeltern und auch meine Schwester und ihr Mann hatten zwar schon für die ersten Wochen ihre Hilfe angeboten, aber so ist es natürlich sehr viel angenehmer und entspannter. Ein wenig widerspricht es meinem Bedürfnis, die Kinder in so jungem Alter noch behütet zu Hause wissen zu wollen, aber das ist ein anderes Thema. Was muss, das muss eben.

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