Veröffentlicht in Ausflüge, Familie

Ausflug – Das Ziegeleimuseum

Am Wochenende haben mein Mann und ich die Kinder nach dem Mittagsschlaf geschnappt und sind in das nahe gelegene Ziegeleimuseum gefahren. Hauptsächlich zu Recherche Zwecken, da ich schon mal die Umgebung nach lohnenswerten Ausflugszielen abklappern wollte, für die Zeit, wo es dann wirklich ernst wird und ich eventuell mit Schulklassen auf den Spuren der Vergangenheit wandeln will.

Da das Gelände sehr weitläufig ist, hatten die Kinder ordentlich Spaß. Sie sind überall herumgeturnt, wir mussten nur im großen Brennofen aufpassen, da dort gerade in diesen Wochen nach althergebrachter Art Ziegel gebrannt wurden, und wir somit die ganzen unscheinbaren Deckel und Lucken tunlichst nicht anfassen sollten. Wirklich gemerkt, dass das Metall ‚glühend‘ heiß war, hat man nämlich nicht immer an der Optik allein. Allerdings war es sehr interessant, die Arbeitsschritte zu beobachten und mit dem Personal zu sprechen.

WhatsApp-Image-20160522 (1)Die Kinder fanden besonders den alten Brennofen sehr interessant, sie wären uns auch prompt fast durch die kleinen am Boden befindlichen Lüftungsschächte entwischt. Da wurden wir dann etwas fixer, da man sie aus den Zwischenwänden schlecht wieder herausbekommen hätte 😮

Insgesamt war es schon sehr spannend, durch die Fülllöcher auf dem ‚Dach‘ des Ofens in die befeuerten Kammern zu schauen, die flimmernden Ziegel zu sehen und die funkensprühenden Kohlestücke auf ihrem Weg in das rotglühenden Innere des Ofens, von einem Ziegel zum nächsten springend, zu beobachten. Da standen sie dann ganz andächtig über den kleinen Löchern, die in etwa so groß wie ihr Kopf waren. Feuer ist doch immer wieder faszinierend. Wenn lohnt sich ein Besuch mit einer Schulklasse wohl auch hauptsächlich zu dieser Zeit im Jahr, da dann traditionell der alte Brennofen in Betrieb ist.

Abseits von diesem kleinen Spektakel kann man aber auch selber aktiv werden. Ziegel können wie früher geformt werden, für die man das Material erst in schwerer Arbeit vorbereiten und heranschaffen muss. Auch die industrielle Produktion mit den fortschrittlicheren Maschinen kann erforscht und selber durchgeführt werden. Durchaus etwas, was man mit Kindern in Gruppenarbeit planen könnte. Das Museum selber bietet ein pädagogisches Programm für Schulklassen, wo zentrale Punkte der alten Fabrik erkundet, Arbeitsschritte verdeutlicht und selber durchlaufen werden müssen. Gerade für den Unterrichtsinhalt der industriellen Revolution wäre dies eine dankbare Anlaufstelle.

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Auch das Alltagsleben spielte sich hier natürlich direkt bei der Arbeit mit ab, was in den nahegelegenen Unterkünften demonstriert wird. Da waren unsere Kleinen ganz fix bei der Sache und erkundeten fleißig die Inneneinrichtung. Angenehm fand ich bei dem Museum, das wirklich alles zum Anfassen war. Gerade das wirkt bei Schülern ja durchaus einprägsamer, als sich alles einfach nur zu betrachten, auch wenn ein Blick vor Ort natürlich bereits andere Eindrücke verschafft, als das einfache informiert werden über Fakten. Selber jedoch mit den Dingen umgehen und ein echtes Gefühl dadurch auch für die vergangene Zeit vermittelt bekommen, ist in meinen Augen viel wert.

Insgesamt wurde ein schöner Eindruck von der Zeit um kurz vor 1900 bis Mitte des letzten Jahrhunderts vermittelt und wenn das Wetter mitspielt, ist es ein Ausflugsziel mit lohnenden und interessanten Inhalten. Ich freue mich sehr darauf, so etwas in absehbarer Zeit für Schüler planen zu können 🙂

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Ein Kommentar zu „Ausflug – Das Ziegeleimuseum

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