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WmdedgT Juni 2016

Die Aktion von Frau Brüllen fand ich ganz spaßig beim letzten Mal und somit mache ich den Monat wieder mit. Hier also mein Sonntag:

04:45 Uhr Das erste Mal aufgewacht

Die Nacht war dafür, dass die Kinder inzwischen genauso krank sind, wie ich vor ein paar Tagen noch war, ganz in Ordnung. Unser Spatz war den Abend vorher schon um fünf Uhr eingeschlafen, weil er den Mittagsschlaf fast ausgelassen hatte und einfach nur platt war. Da war es auch verständlich, dass er dann eine gute Stunde früher als sonst wach wurde. Das tat er dann auch prompt auf die Weise, dass die Motte gleich mit aufwachte: Schnuller geräuschvoll aus dem Mund, durch die Gitterstäbe des Bettes auf den Boden kullern lassen.

Da mein Mann ebenfalls sehr früh im Bett gewesen war, da ihn die Halsentzündung auch heimgesucht hatte, war auch er schon wach und übernahm die beiden. Ich durfte noch einmal weiterschlafen.

07:25 Uhr Das zweite Mal aufgewacht

Ziemlich erholt wachte ich also erst gegen halb acht wieder auf. Die Kinder lärmten am Frühstückstisch, so dass ich sie bis oben hören konnte und ich ging, nach einer gemächlichen Runde durchs Bad, hinunter.

07:35 Uhr Frühstück

Kaum hatte ich mich dazu gesetzt, überließ mein Mann mir die zwei und zog los, schnell alles an Haushalt zu erledigen, was er später mit beiden alleine nicht anfangen wollte. Die grüne Biotonne musste ausgespritzt, einiges an Müll rausgebracht, die Wäsche im Garten auf die Leinen und im ganzen Haus der Rest an Schmutzwäsche noch zusammengesucht werden.

Ich frühstückte mit den zwei Brüllaffen in der Zeit zu Ende und hatte auch gleich eine dezente Überschwemmung einzudämmen, als einer der sieben Fälle von zehn eintrat, in dem Töchterchen zwar hochmotiviert, aber im Hinblick auf die Feinmotorik gesehen noch nicht ganz sicher, den Deckel nicht auf die Flasche geschraubt bekam nach dem Trinken.

Nachdem die klebenden und beschmierten Kinder dann einmal durchs Bad gescheucht worden waren, machten wir es uns im Wohnzimmer bequem und spielten etwas, während mein Mann immer noch wuselte.

09:10 Uhr Duschen & Büro

Nachdem ich um zehn vor neun schon das erste Mal darauf hingewiesen habe, dass ich dann gleich langsam ins Bad müsste, da mein Termin im Ziegeleimuseum heute noch anstand, kam ich dann kurz nach neun dazu, mich fertig zu machen. Ich wollte einen Vortrag zur Auswanderung aus Lippe zur Zeit der frühen Industrialisierung besuchen und die kostenlose Führung um elf mitnehmen. Für die Zwischenzeit hatte ich geplant, im gemütlichen Café dort noch etwas zu arbeiten.

09:55 Uhr Ziegeleimuseum

 Da es eine knappe dreiviertel Stunde bis zum Museum ist, mache ich mich frühzeitig auf den Weg. Ich kam pünktlich an und wartete auf die kostenlose Führung, die immer sonntags angeboten wird. Wir durften wählen, ob es die große oder kleine Runde sein sollte und die Gruppe entschied sich für die große. Es war sehr interessant nun die Hintergrundinfos zu bekommen, die man beim einfachen Besichtigen vor zwei Wochen natürlich nicht erhalten hatte und die Zeit verging recht schnell.

13:00 Uhr Pause

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Ich legte eine Pause im Café ein, in dem um zwei auch der Vortrag stattfinden sollte. Ein wenig konnte ich sogar noch an meinen Stundenentwürfen arbeiten, bevor ich nach drinnen umziehen musste, um dem Vortrag zu lauschen. Ich schrieb noch mit meinem Mann, wie sich die Kinder denn so schlagen würden, da sie gerade eine furchtbare Frustphase durchleben.

14:00 Uhr Vortrag „Auswanderung aus Lippe“

Der Referent war ein mir von früher bekannter Geschichtslehrer von einem lokalen Gymnasium, der auch viel im Heimatverein tätig ist. Dieser erzählte dann sehr ausführlich von bekannten Fällen aus dem 19. Jahrhundert, in denen Menschen aus der Region aus unterschiedlichsten Gründen in die USA ausgewandert waren. Recht kurzweilig und interessant, ich fühlte mich in meine Seminarsitzungen zurückversetzt. Es war sehr gut besucht, zum Großteil ältere Menschen, die auch angeregt mitdiskutierten.

Das einzige Mal wo ich mich einmischte war, als die alte Legende von einer Besucherin wieder eingeworfen wurde, dass Deutsch mal fast die Amtssprache der USA geworden wäre, weil ja so viele Deutsche dort gewesen sind. Es wunderte mich etwas, dass der Lehrer sie nicht berichtigte, aber das hatte er offensichtlich noch nicht gehört und überging den Punkt gekonnt. Nichtwissen geschickt kaschieren ist ja auch eine Kunst 😉 Ich meinte dann am Schluss noch, dass ich das so nicht stehen lassen wollte und das einem das Gerücht erstaunlich oft begegnen würde. Eine sehr beliebte deutsche Legende.

16:30 Uhr Wieder zu Hause

Zwei begeisterte Kinder rannten mir zu Hause entgegen, nur um sich keine zwei Minuten später wieder zu streiten oder (gefühlt) wegen der Farbe des Sofas zu weinen. Ich gab mein Vorhaben, doch noch an der Reihe weiterzuarbeiten schnell auf und verbrachte den Rest des Tages mit den Kleinen.

17:10 Uhr Abendessen

Es gab sehr früh Abendessen, was die Kinder aber größtenteils stehen ließen. Sie hatten kurz vorher schon viel Obst und auch Kuchen gegessen (mein Mann hatte gebacken) und somit waren sie gegen halb sechs dann eigentlich schon bettfertig. Nur müde wurden sie einfach nicht. Wir spielten also und kuschelten, mein Mann zeigte mir noch eine neue Serie, die er angefangen hatte zu gucken, und irgendwann gegen acht Uhr, wurde das Kuscheln dann intensiver.

19:50 Uhr Kinder auf dem Weg ins Reich der Träume

Zumindestens der Spatz macht uns da immer wenig Probleme. Wenn er einmal zugestimmt hat, dass er nun schlafen gehen möchte, dann winkt er allen, gibt ein Gute-Nacht-feucht-sehr feucht-Küsschen und verschwindet mit dem Papa nach oben. Nur Madame lässt sich gerne bitten. Sie ist eine sehr unruhige Schläferin und rödelt immer noch Minutenlang herum, wenn man sich mit ihr hinlegt.

20:20 Uhr Büro

Im Büro dann endlich angekommen merke ich, dass ich nicht produktiv bin. Also gebe ich auf bevor ich angefangen habe und schaue Youtube Videos über Deutsch-Englische Besonderheiten, vorgetragen von einer Amerikanerin, die es nach Deutschland der Liebe wegen verschlagen hat. Das halte ich erstaunlich lange durch. Gegen halb elf sprinte ich einmal zum Sofa, wo die Kleine noch schläft, weil sie plötzlich aufweint. Ist dann aber doch alles gut.

23:15 Uhr Bett

Da ich morgen gleich zur ersten Stunde antreten muss und die Kinder vorher noch versorge, beschließe ich den sehr unproduktiven, aber durchaus entspannenden Tag zu beenden und verkrümele mich ins Bett, nachdem ich Töchterchen in ihres verfrachtet habe.

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