Veröffentlicht in Organisatorisches, Planung, Referendariat

Es wäre ja so schön wenn …

Gestern war ich für einen Planungstag bei langjährigen ehemaligen Studienkollegin, guten Freundin und nun bereits fertig ausgebildeten Lehrerin, um einfach etwas Brainstorming zu betreiben, Material durchzusehen, Ideen zu besprechen und natürlich auch generell zu quatschen. Ich werde sie hier Maite nennen. Sie hat mir in mehreren Phasen bereits zur Seite gestanden und ist die Patentante unserer Zwillinge.

Nun ja, wie das meist so ist, kommen wir, wenn wir uns dann mal sehen, sehr schnell ins Reden und vergessen oft die Zeit dabei. Und auch, wenn natürlich viel Privates dabei ist, wir können einfach hervorragend auf fachlicher Ebene miteinander arbeiten. Da ich sie von meinem papierlosen Arbeiten zumindest was das Arbeitsgerät angeht überzeugen konnte und sie sich nun zum Halbjahr ebenfalls so eins anschaffen will, gingen wir die Nutzungsmöglichkeiten durch. Die Denk-Produkte des gestrigen Tages lassen mich sehr motiviert heute an die Vorbereitungen gehen.

Gemeinsamer Konsens: Wer braucht schon Smartboards?! Theoretisch müsste es möglich sein sich Folien und teure Touch-Oberflächen-Geräte zu sparen. Ich werde das die nächsten Tage mal ausprobieren, wenn es nämlich möglich ist, das Tablet per HDMI einfach mit dem Beamer zu koppeln, dort im Bearbeitungsprogramm (in diesem Fall OneNote) die Arbeitsblätter mit der Klasse zu erstellen und die Schritte dabei für die ganze Klasse transparent zu machen … was braucht man denn bitte mehr? Mögliche Szenarien, wenn es funktioniert:

  • Keine OHP Folien mehr. Das Arbeitsblatt wird in OneNote in die Reihenplanung eingefügt, das Tablet vorn auf dem Pult platziert, die Schülter die etwas eintragen sollen/wollen kommen nach vorn, schreiben in das Dokument und alles wird per Beamer für alle verfolgbar gemacht, wie es vorher ja auch auf dem OHP funktioniert hat.
  • Anderweitiges Bearbeiten möglich. Dadurch, dass die Datei im Schreibprogramm ist, kann man sie nun weiter bearbeiten. Man kann verschiedene Teile ausschneiden, kopieren, markieren und an anderer Stelle einfügen, Gruppenarbeitsergebnisse zusammen setzen, Bilder/Daten einfügen, etc.
  • Kein Kopieren oder Scannen nötig. Die Datei ist fertig wenn die Stunde vorbei ist. Man kann sie den Schülern schicken oder legt einen allgemeinen Ordner an, auf den alle zugreifen. Sicher, für Mappenführung wäre ein Kopie wohl sinnvoll, aber das fertige Dokument ist eben einfach fertig und man muss nicht mehr daran arbeiten.
  • Analysen auf mehreren Ebenen. Film- oder Gedichtsanalysen können so in ganz neuer Form passieren. In der Vorbereitung kann man verschiedenen Ebenen erstellen, diese dann nutzen um Systematiken in Gedichten zu erklären, die Ebene ausblenden, um nach Motiven suchen zu lassen und hierfür eine unbeschriebene Optik zu bieten. Bei Filmen könnte man mit Screenshots von Ausschnitten arbeiten, Kameraeinstellungen in interaktive Tafelbilder einfügen und diese dann als Datei direkt festhalten, während man den Film guckt.
  • Generell Tafelbilder erstellen. Als Erweiterung zur Tafel (gerade vielleicht in Mathe auch nützlich für Formelrechnungen etc da das Programm über ein handschriftliches Formelumwandelsystem verfügt) lässt sich das Tablet ebenso einsetzen wie im Bereich des Folien-Ersatzes. Die Tafel ist zu klein? Man braucht ein zweites Bild, welches aber dem ersten gegenüber gestellt werden soll und kann so nicht alles erstmal zuklappen? Da wäre die Lösung.
  • Zusammenarbeit mit Kollegen. Die Notizbücher sind für andere freigebbar, man kann sie drucken, senden, bearbeiten. Man könnte also als Klassenleitung dort gemeinsam Dokumente verwalten, für Fachschaften einen Austausch organisieren, als Fachkollegen Material teilen …

Wir werden die Möglichkeiten erstmal zu zweit überprüfen und dann schauen, wie praktikabel alles ist. Was gerade mich anspricht wäre der geringere Arbeitsaufwand, wenn ich eh in dem Programm plane, dort auch alle Dateien einfach anzulegen, einzufügen, vorzubereiten, nur noch das Tablet mitzunehmen und somit alles in der Klasse dabei zu haben.

Am Ende war der Tag nur so geflogen und aktiv an den Reihen fürs kommende Schuljahr hatten wir wenig gearbeitet. Aber ich konnte einige Materialien methodischer und allgemein organisatorischer Art abstauben und das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Als ich mit Blick auf die Uhr anfing, meine Sachen zu packen, da ich ja zum Abendessen zu Hause sein wollte, fiel uns wieder auf, wie schön es wäre, wenn wir an einer Schule arbeiten könnten.

Leider ein sehr unwahrscheinliches Szenario 😦 Sie sitzt nun schon auf einer Verbeamtungsstelle und ich werde mich, sollte nach dem Ref eine in der Umgebung frei sein, wohl auch auf diese Bewerben. Sobald man aber einmal im System ist, hat man wenig Mitsprache, wo man letztlich eingesetzt wird (soweit ich gehört habe) und da wir recht weit auseinander wohnen, müsste man schon unseren expliziten Wünschen nachkommen, damit wir an die gleiche Schule ‚in der Mitte zwischen unseren Wohnorten‘ kämen.

Naja, unterstützen außerhalb der jeweiligen Schule ist ja möglich. Ich mache mich nun ans Planen, bin etwas in Verzug geraten, bei all den neuen theoretischen Möglichkeiten ^.^ Allerdings will ich sowas immer gleich richtig haben, da man dann unnötige Mehrarbeit spart, wenn ein nur halbgares System letztlich neu aufgearbeitet werden muss. Mal schauen, wie weit ich heute komme.

Advertisements

Ein Kommentar zu „Es wäre ja so schön wenn …

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s