Veröffentlicht in Alltag, Familie

WmdedgT August 2016

Wieder mal der 5. des Monats, wieder einmal antworte ich vom heimischen Schreibtisch. Tja, was mache ich heute eigentlich so? Spannend wird es dieses Mal nicht 😉

02:15 Uhr Poltergeist

Da unsere Motte in der letzten Nacht ohne erkennbaren Grund plötzlich meinte, das ganze Haus zusammenschreien zu müssen, schlafe ich irgendwie etwas leichter als sonst. Die Tonlage und die Panik dahinter sitzen noch recht tief, ich hatte senkrecht im Bett gestanden und das Kind schon wegen unverschlossenem Treppengitter mit gebrochenen Gliedmaßen im Flur liegen sehen bei meinem nächtlichen Sprint aus dem Schlafzimmer.

Jedoch ist der Ursprung des Geräuschs, welches ich nun diese Nacht im Schlaf zu vernehmen glaubte nicht auszumachen und ich lege mich nach einem Kontrollblick ins Kinderzimmer wieder hin.

05:10 Uhr Umdrehen

Mein Mann steht auf und kümmert sich um das erste wache Kind; ich nehme ihn nur im Halbschlaf wahr und bin gleich wieder weg.

06:13 Uhr Aufstehen

Ich werde von meinem sockensuchenden Mann geweckt, der nun zur Arbeit muss. Also Zeit die Kinder zu hüten. Nachdem der Internet-Shopping-Trip gestern etwas länger gedauert hatte (Sooo viele Sachen die ich gern im Unterricht einsetzen würde … und sooo teuer *klick-und-weg-guck* Gekauft!) stehe ich etwas neben mir und kuschle noch etwas mit der Motte auf dem Sofa. Der Spatz bespaßt sich noch selbst im Kinderzimmer.

06:45 Uhr Frühstücken

Die Kinder sind wach und erstversorgt (wickeln, anziehen) und verspüren Hunger. Also setzen wir uns an den Frühstückstisch, ich versorge sie mit Brot, ihre Brotdosen ebenfalls für die Kita und mich mit einer weiteren Scheibe. Später irgendwann in Ruhe einen Kaffee …

07:15 Uhr Fertigmachen 

Das Frühstück hat länger gedauert, wir sind etwas spät dran. Kinder anziehen, waschen, Zähneputzen, Haarekämmen plus selbiges nochmal bei der Mama … wir kommen erst um 07:40 Uhr los.

08:05 Uhr Schreibtisch

Nach einem Treffen mit Maite habe ich viele Ideen und will mal schauen, ob dafür auch die Software auf dem nötigen Stand ist. Ich synchronisiere einige Programme, installiere Updates und schreibe an diesem Blogbeitrag herum.

09:45 Uhr Kaffee

Alles steht soweit und ich bin bereit mit der Arbeit anzufangen. Erstmal: Kaffee!

11:15 Uhr Mittag

Ich war produktiv und habe ein neues Kursbuch angelegt für die 6. Klasse Geschichte. Mit einer ersten ganz groben Übersicht und die ersten Materialien für den Anfang erstellt, die den Kindern erklären, was sie mitbringen müssen, wie der Unterricht abläuft, welche Regeln es geben wird und wie wir die Gruppenarbeiten organisieren. Aufgaben und Zuweisungen für den geplanten Ausflug konnte ich auch ad acta legen.

Heute Mittag gibt es ein Ei-Pilze-Tomaten-Schinken-Omelett. Mit vier Eiern. Ich bin gestopft danach und freue mich, dass ich Ernährungstechnisch im Moment ganz gut fahre, da ich vorgestern auch erstmals wieder beim Sport war (nach 2 1/2 Jahren, Kinder und Schwangerschaft sei dank …) und ein paar Kilos verlieren möchte, sowie nicht ganz so viel Weiches-Ich mehr anfassen mag. Die meisten Ex-Schwangeren wissen wahrscheinlich wovon ich rede :p

13:20 Uhr Kinder kommen aus der Kita

‚Leider‘ haben die Kleinen schon geschlafen. Diese Woche ist „Not-Woche“ für die arbeitende Bevölkerung in der Kita. Naja, wo auch immer da die Not ist, dass man eben nicht 6 Wochen am Stück Ferien nehmen kann, aber gut. Wir haben einen halben Tag bekommen und die Kinder somit nach dem Mittagessen wieder zu Hause. Theoretisch für den Mittagsschlaf. Hat heute nicht geklappt und uns begrüßen zwei strahlende, ausgeschlafene und reichlich verschrammte Gesichter.

Der Spatz meinte mit seinem Gesicht bremsen zu müssen, aus vollem Lauf versteht sich und die Motte hat sich gekratzt. Vielleicht als sie Schuldbewusst den Edding versuchte zu entfernen, der nun Gesicht und den kompletten rechten Arm ziert. Immerhin hat sie sich unrechtsbewusst in die hinterste Ecke verzogen, als sie sich verschönerte 😀

14:30 Uhr Ausflug in die Stadt

Obwohl mich fürchterlicher Muskelkater plagt und eine weitere weibliche ‚Einschränkung‘ will mein Freund mit den Kindern und mir in die Stadt. „Aber nur wenn ich auf einer nahen Bank sitzen und euch beim Toben zugucken darf.“ – „Deal.“ Gut, ich bewege meine schmerzenden Beine und kämpfe gegen den fehlenden Kreislauf an. Auf in die Stadt.

Bei recht schönem Wetter sind wir gefahren, im Regenschauer mussten wir zum Auto zurück ‚laufen‘ – soweit die kurzen Beinchen das schon können. Es hat schon etwas amüsantes wie besonders die Motte in totaler Ruhe einfach durch den Park geschlendert kam, wo Mama und Daddy sich wirklich beeilen wollten, um nicht ganz so durchnässt am Wagen anzukommen. Tja, die kindliche Gemütlichkeit hat gesiegt und wir mussten zu Hause dann die Handtücher rauskramen.

Wir konnten aber zweite Drachen für die Kinder besorgen. Da hatte mein Mann drum gebeten, der will unbedingt mit den Kleinen Drachen steigen lassen, hatte dafür auch schon einen gebaut, aber der war leider nicht so recht flugtüchtig. Es sind jetzt zwei Schmetterlinge geworden. Jeder hat sich einen ausgesucht. Und eine Kugel Vanilleeis gab es auch, die vom Spatz ohne viel Federlesen wirklich gegessen wurde, während die Motte mit der Portion noch etwas überfordert ist und mir einiges halb geschmolzen überließ.

16:30 Uhr Wieder zu Hause

Zu Hause angekommen, verschwanden die Kinder zwischen Kochtopf und Spielecke im Wohnzimmer. Nach kurzem, lauten Spiel sind sie dann wie immer lautstark auf die Suche nach meinem Freund gegangen, da sie dort immer beim Kochen dabei sind. Ich habe weiter an meinen Programmen herumgeschraubt und grobe Einteilungen für Themen aus den Schulbüchern gezogen.

17:30 Uhr Abendessen

Es gibt Reis mit einer Gemüse-Schmor-Pfanne, was bei den Kleinen super ankommt. Die Kinder plappern ewig herum, wir nehmen das Dauergequassel natürlich pflichtbewusst auf, damit sie später hören, WIE nervig sie mal gewesen sind und sprechen über die nächsten Tage und den Geburtstag der Kinder, der nächste Woche Samstag zu feiern sein wird.

19:10 Uhr Die obligatorischen drei Folgen

Vor drei Wochen hatte mein Mann mal an einem dieser furchtbaren Sonntage, wo die Kinder nachmittags nicht mehr genießbar waren in seiner Verzweiflung den Fernseher angemacht. Zu sehen: Shaun das Schaf. Man mag nicht glauben, was für eine Vehemenz nicht mal Zweijährige an den Tag legen können, wenn sie etwas wollen. Also, nicht dieses „Können wir nicht vielleicht?“-Quengeln, sondern WOLLEN.

Sie fingen an sich sobald sie kuscheln wollten nach einiger Zeit bei uns dann zusammen auf das Sofa zu setzen, ihre Kuschelkissen zu holen, neben sich zu legen, eine Decke zu organisieren und sehr bestimmt zum Fernseher zu zeigen und nachdrücklich „Mäh!“ zu machen. Wenn man nicht reagierte mit Anrede: „Bapa, mäh! MÄH!“ Joa … da sagt man dann nicht mehr nein. Also schauen wir abends drei Folgen (je sieben Minuten, nach jeder Folge zum Abspann ein „Me-mehr!“) Shaun das Schaf. Immerhin, danach geht es anstandslos ins Bett.

21:00 Uhr Feierabend

Mein Freund befindet sich in einer Besprechung, mein Mann liegt schon im Bett und ich lege die Organisation erstmal für heute zur Seite. Mein Wandkalender ist aktueller geworden, meine Kurshefte sind zumindest schon einmal elektronisch erstellt, alle haben eine Grobübersicht über die Themen, eins hat schon kleinere Punkte schriftlich festgehalten und ich habe mich endgültig für ein Lehrerkalender und Kursheft Programm für meine sämtlichen mobilen und stationären Arbeitsplattformen entschieden. Hat jetzt zwar etwas gekostet, aber das Design sprach mit ebenso an, wie Aufbau, intuitive Bedienbarkeit und die diversen Schnellzugriffe, die ich für den Alltag schon wichtig finde.

Somit beginnt nun meine Lesezeit. Bewaffnet mit einem Ladekabel fürs Handy mache ich mich auf den Weg zum Bett.

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