Veröffentlicht in Ausbildung, Lehrer, Planung, Referendariat

Willkommen im neuen Schuljahr!

Gestern ist er gestartet; der Countdown zum neuen Schuljahr. Die erste Lehrerkonferenz stand an und ich machte mich früh schon auf den Weg, ich spekulierte auf einige Kollegen, die mir noch Rede und Antwort stehen könnten, bevor die ‚Besprecherei‘ anstand. Als ich ankam war dann tatsächlich schon einiges los, kleine Grüppchen tauschten sich über ihre Ferien aus und bevor ich überhaupt Kontakt aufnehmen konnte, stand ein hochmotivierter Schulleiter vor mir, schüttelte mir kräftigst die Hand und begrüßte mich engagiert im neuen Schuljahr. Ob die Ferien schön gewesen wären? Und ob ich bereit wäre nun ‚voll durchzustarten‘? Aber sicher! Yes, Sir! Wer kann da schon unbeteiligt bleiben? 😀

In meinem Fach fand ich eine wahre Zettelflut und das obwohl ich ja schon in den Ferien da gewesen war und bereits die gleiche Menge an mich genommen hatte. Unter Ordnungsdiensttabellen, Zeitschriften des Philologenverbandes, Schuljahresplanungen, detailierten Aufstellungen zu Aufgaben der Schüler oder Lehrer um, an, auf dem Schulgelände, neuen Kopiercodes (die das Kontingent nun auf die Fachschaften beschränken *grml*), Handzettel für das neue Schuljahr mit Bestimmungen, Ausdrucken zur Resümierung der (in meinem Fall nicht geleisteten) Mehrarbeit und dem Vordruck zum Eintragen im kommenden Schuljahr, fand ich hier *Trommelwirbel mit Fanfaren* meinen Kurs- und Stundenplan.

Yeay! Zwei freie Tage 😮 Ich schwebte für eine Sekunde im Referendars-Himmel bis mir der Ausbildungsunterricht einfiel. Es war sehr unwahrscheinlich, dass ich Kurse finden würde, die sich nahtlos in meine eigenen einfügten und die gleichen Tage frei ließen. Ich sollte Recht behalten. Zusammen mit Phillip hockte ich mich an den Schulrechner und schaute schnell die Pläne der Kollegen durch, wo wir planten mitzulaufen. Da für uns beide Herr König relevant war, als einziger Lehrer außer Herr Drüppert, der überhaupt Philosophie unterrichten würde in dem Halbjahr, schauten wir zuerst bei ihm. Schnell machte sich Ernüchterung breit. Der einzige Kurs, den ich besuchen konnte, war der Grundkurs in der 12. Alle anderen überschnitten sich ganz oder teilweise mit meinem eigenen Unterricht oder mit Fahrtzeiten, die ich brauchte, um zum Seminar zu kommen.

Zu allem Überfluss lag dieser einzig mögliche Kurs so, dass ich nun die ‚Wahl‘ hatte zwischen Ausbildungsunterricht bekommen, der wirklich einer war oder … mit den Kindern zum Sport gehen. 😦 Genau das, was ich vermeiden hatte wollen, passierte bei erster Gelegenheit: Die Kinder müssen wegen der Arbeit zurückstecken. Ich sehe gerade aber leider keinen anderen Weg und habe in Gedanken nun das kommende halbe Jahr abgehakt. Es ist absolut schade, dass sie nicht mehr zum Turnen können, aber ich konnte leider nicht erwarten, dass man bei mir sowohl meine eigenen Wünsche (die absolut bei der Planung respektiert worden waren) und die zusätzlichen Eventualitäten wie AU berücksichtigen würde. Ich hoffe also auf nächstes Halbjahr.

Nachdem die erste Grobplanung dann stand, sprachen Phillip und ich noch mit Herr König, der nicht begeistert von der Aussicht, wieder nur Referendare in seinen Kursen sitzen zu haben, zwar die Notwendigkeit unserer Anliegen sah, sich aber erst einmal drei Wochen erbat, um mit den Kursen warm zu werden, bevor wir dazu stießen. Ich konnte zwar generell nachvollziehen, dass die Situation an sich nervig ist, was die ersten drei Wochen genau ändern, erschließt sich mir jedoch nicht. Wir geben seinem Wunsch natürlich statt.

Zumindest in Geschichte klappte mein Plan, mich in einer Parallelklasse für Geschichte im AU unterzubringen. Den Kollegen kenne ich noch nicht, spontan dachte ich aber an einen Iren als ich ihn sah. Da er wohl häufiger einen Auftritt haben wird, taufe ich ihn an dieser Stelle Ian. Er war erstaunlich positiv, als ich ihn fragte, ob ich in seiner neun (die tatsächlich ’seine‘ Klasse ist) für Geschichte mitkommen darf. Alles kein Problem, zusammensetzen für die Planung würde er sich auch mit mir. Sehr schön 🙂

Und dann begann die Konferenz. Unglaublich, was es da alles zu besprechen gab. Jubiläen wurden gefeiert, Geburtstage bekanntgegeben und den Frischvermählten gratuliert. Neue Kollegen, Arbeitskreise und Lernstandserhebungen aus dem letzten Jahr vorgestellt, viele, viele organisatorische Punkte angesprochen, ein Rapport über die Schulbuchbestände und Neubestellungen abgegeben (juhu, das neubestellte Philobuch der EF ist nicht in ausreichender Stückzahl angekommen = ich durfte mir dann eigene Exemplare bestellen -.-) und irgendwann … dann auch gewählt. Ziemlich unspektakulär für mich, da ich das halbe Kollegium immer noch nicht kenne. Ich habe einfach Kreuzchen gemacht.

Und dann wurde unvermittelt kurz vor Ende der Sitzung ein Gruppenfoto angekündigt für das neue Schuljahr 😮 Huch … hätte ich das gewusst. Naja, die nicht genommene Dusche vom Vorabend ließ sich nun nicht mehr abändern (quängelndem Kind sei dank *seufz*) und ansonsten war mein Auftritt akzeptabel. Jeans, Pulli, alles lang … ich schielte zu Frau Rottenmeier; und konnte mir ironisch verzogene Brauen und ein Lächeln nicht verkneifen. Aber natürlich hatte sie den kurzen Rock vom letzten Schultag wieder an. Und ihr Tanktop, in welchem sie mich angesprochen hatte ebenso. Ich ließ den Blick so lange auf ihr ruhen, bis es ihr auffiel, musterte sie einmal und widmete mich dann kommentarlos meinen Unterlagen. Nix da Doppelstandard für Referendare und Lehrer soweit es mich angeht. Meine Vorsatz mit ‚Lächeln und Nicken‘ habe ich leider in dem Moment vergessen …

Bevor ich dann zum nächsten Termin für den Tag los musste, druckte ich noch schnell die bereits vorhandenen Klassenlisten aus (EF und Q2 fehlen noch) und machte mich auf den Weg. Wirklich zum resümieren und arbeiten kam ich dann aber erst wieder, als die Kinder um halb neun im Bett waren. Heute treffe ich mich mit Lukas zur Planung des Ausflugs im Oktober und unserer ABB für erste Infos zur Notengebung, Korrektur, Listen und Kursheften und so weiter. Und morgen … morgen geht es wirklich los und ich habe das erste Mal meine 6er und 9er. Ein wenig flau im Magen ist mir ja schon.

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