Veröffentlicht in Arbeitsverhalten, Planung, Referendariat

An alle Nachteulen da draußen …

Ich habe hier (glaube ich zumindest) keine Uhrzeiten zu den Beiträgen gesehen. Deswegen sei an dieser Stelle einmal erwähnt, dass es in fünf Minuten 0:00 Uhr ist und ich tatsächlich seit heute Nachmittag um 15 Uhr an gerade mal zwei Schulstunden gesessen habe. Ok, mit Unterbrechungen wie Abendessen, Kinder duschen, Tränen trocknen und kurz noch eine Stunde im Garten spielen. Aber trotzdem finde ich den Schnitt ziemlich unterirdisch 😦

Ja, ich verstehe, dass ich mich da gerade komplett neu reindenken musste, da ich den Grundstein für die Reihe der EF gelegt habe und das nun einmal länger dauert. Ja, ich habe kein Buch, an dem ich mich orientieren könnte, da die Ausgabe, die ich mir von Phillip ausgeliehen hatte zu alt war und mir bei der Suche nach dem gewünschten Punkt „Mensch und Tier“ etwas bedröppelt auffiel, dass dieses Thema gar nicht in dem Buch vorkommt. Da wurde also von einer Auflage auf die andere der Inhalt komplett umgekrempelt. Aber hey, wer braucht schon Material … ?

Als dann mittendrin noch mein Rechner Zicken machte und mein Word plötzlich kein A5 Format mehr kannte, musste ich kurz Abstand vom Schrei(b)tisch nehmen. Die kalte Schulter hat Wirkung gezeigt, nach einem Neustart lief alles wieder 😉

Was nun fertig wurde heute:

  • Lexikon: Ich habe für die EF ein Lexikonformat angelegt, mit dem sie grundlegende Begriffe einmal an ihren extra Info- und Methodenheftstreifen  hinzufügen können. Die ersten vier Grundbegriffe aus dem UTB Philo-Wörterbuch bekommen sie dann auch gleich in den kommenden zwei Stunden um die Ohren gepfeffert, die etwas schwierigeren Fälle dürfen sie dann als Hausaufgabe durchackern und zu verstehen versuchen.
  • Argumentation: Die geplanten Stunden stehen unter dem Thema ‚Argumentieren‘ und ‚Gegenstand der Philosophie‘. Bei der Argumentation beschäftigen wir uns mit dem Aufbau von (Hypo-)Thesen und der Untersuchung, Veri-oder Falsifizierung derselben.
  • Übung – Zitate: Die vorher erlernte Struktur dürfen sie dann an Zitaten bekannter Philosophen erproben und in Gruppen schöne Hypothesen formen, widerlegen oder für dieselben argumentieren.
  • Methodisch-didaktische Einordnung: Für diese Stunden habe ich dann auch gleich die Kompetenzen und Abläufe ausgearbeitet und niedergeschrieben. Ich werde sehr wahrscheinlich einen UB in der Klasse zeigen und bereite somit die Stunden lieber etwas besser vor.

Das wars dann aber auch leider schon. Viel mehr habe ich nicht geschafft. Ich bin mit meiner Geschwindigkeit nicht wirklich glücklich, ich lese jedes Mal Curriculum und Operatorenzettel noch genau durch, wenn ich an dem letzten Punkt arbeite und überlege dreimal, ob das nun das richtige Wort für den Inhalt ist, den ich beschreiben will, … oder dann doch nicht.

Auch fachlich fühlte ich mich heute wieder etwas zu wenig vorbereitet, weil ich mir so viel noch anlesen musste. Und das dann auch fast rein über das Netz, da ich zu den Themen keine Literatur hier zu Hause habe. Mein Fundus ist erschreckend klein 😦 Allerdings kann ich gar nicht so viel kaufen, wie ich gerne würde.

Naja, wird wohl alles werden. Es ist nun zehn nach zwölf und ich gehe besser ins Bett. Schönen Abend allen noch und gute Nacht.

 

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6 Kommentare zu „An alle Nachteulen da draußen …

  1. Von Nachteule zu Nachteule, ich kann dir nur sagen, auch wir haben in stressigen Phasen Nachtschichten im Gepäck oder viel mehr Spätabendschichten. Auch nach etlichen Berufsjahren kommt es noch vor. Ein sehr lieber Kollege meinte vor den Sommerferien zu einem ähnlich dazu geführten Gespräch, dass er ein Morgenarbeiter sei. Dieser stehe jeden Morgen um 04:30 Uhr auf und erldige bis Schulbegunn seine Vorbereitungen. Wäre für uns nichts, vor allem weil ein evtl. Zeitpuffer nach hinten heraus fehlt. Er arbeite allerdings unter Druck (Zeitdruck) enorm gut. Nun, jedem das seine, aber glaub uns, deine Nachteulentätigkeit nimmt mit den Jahren ab. LG aus dem Lehrercafe☕

    1. Ne, ohne Puffer könnte ich auch nicht arbeiten, auch wenn es wohl sehr sinnvoll ist, da er so keine stundenlange Mehrarbeit anhäuft.

      Eines meiner Probleme ist das Abschweifen. Es ist ja alles so interessant und wenn man dann hier nochmal reinschaut und da eben nachliest, dann ist man auf einmal bei einem Punkt angekommen, den man vom eigentlichen Arbeitsvorhaben aus gar nicht erreichen wollte. Da muss ich mir noch was überlegen, um dem entgegen zu wirken.

      Dazu kommen im Moment die Kinder. Von lieben Sonnenscheinen sind sie weit entfernt, der Frust hat Einzug gehalten und der ist stimmgewaltig, tränenfeucht und allgegenwärtig. Die Nerven werden seit drei Tagen auf beiden Seiten immer dünner.

      Hach ja, einfach wäre langweilig …

  2. Sagen wir es mal so: Deine Vorbereitung bezieht sich ja auf Stunden zu Methodik der Philosophie. Das ist meiner Erfahrung als Uni-Tutor sehr viel schwieriger als die inhaltliche Auseinandersetzung mit Thesen. Nicht nur, weil es trocken ist, sondern weil es wie mit dem Fahrradfahren ist: Letztlich muss man das tun (nur dass man auf ein Argument nicht draufsteigen und es treten kann *gg*)

    1. Schönes Bild 😀 DAS wäre manchmal tatsächlich einfacher ^.^

      Und ja, ich dachte mir, dass methodisch gesehen sie erstmal überhaupt Handwerkszeug brauchen, bevor wir inhaltlich überhaupt starten können. Zumindest grundlegend, da ich die Stunde danach schon nicht da sein werde und sie sich alleine daran probieren müssen.

      1. Finde ich auch vernünftig. Learning by doing geht in der Philosophie zwar durchaus auch, aber wenn man die Aufgabe „Vorbereitung aufs Studium“ zumindest ein klein wenig ernst nimmt, sollte erstes Handwerkszeug da sein. Das macht die Diskussionen später auch interessanter. *g*

      2. Stimme zu. Auch wenn unser erstes Handwerkszeug erstmal nur die Struktur eines Arguments beinhaltet. Vielleicht mache ich mit einem Oberstufenkurs nochmal Logik 😉

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