Veröffentlicht in Prüfung, Referendariat

Setzen … 6!

So in etwa kann man das Fazit meines Fachleiters und Kernseminarleiters (der ja auch mal Geschichtsfachleiter war) zusammenfassen. Was dem noch hinzuzufügen wäre … ich weiß es nicht.

Die Stunde begann schon damit, dass ich eine geradezu versteinerte Klasse begrüßte. Sie saßen da wie die Ölgötzen, keiner bewegte einen Finger und sahen mich mit großen Augen an. Waren die Anwesenheit der drei Herren (der Schulleiter war auch dabei, redete aber kein Wort in der gesamten Zeit) zu viel für die Kinder? Aber nein, daran kann es nicht liegen, das hätte man mit ordentlichem Unterricht ja aufgebrochen.

Nach meiner Reflexion der Stunde, in der ich auf die Lernziele einging, was meiner Ansicht nach erreicht worden war und was eher nicht und einigen allgemeinen Bemerkungen zur Stunde und den weiteren Umständen, ging es dann los. Der FL würde sich mal auf zwei der zu besprechenden Punkte konzentrieren wollen, was die Gesprächsführung und die Struktur der Stunde wäre.

Kein Wort zu einem weiteren Punkt, der gut oder auch nur ok gelaufen wäre. Aber viel Spielraum zu interpretieren, was er mir nicht noch alles sagen wollen würde. Ich schließe also daraus, dass tatsächlich nichts an der Stunde gelungen war und ich so ziemlich alles falsch gemacht habe, was man falsch machen kann. Das muss man erst einmal verdauen.

Dadurch, dass die Stunde vorher nun gut sieben Minuten an die Französisch Kollegin abtreten musste („Das ist Schulalltag, da muss man mit rechnen.“), begann ich mit einer Zusammenfassung des Stundeninhalts. Gleich bei der ersten Meldung fasste eine Schülerin eigentlich alles zusammen und nannte die Reparationsforderungen, die Weltwirtschaftskrise und die damit verbundene Rücknahme der Kredite, was dazu führte, dass die Arbeitgeber keine Löhne mehr zahlen konnten und es letztlich zur allgemeinen Arbeitslosigkeit kam. Als es dann soweit war, dass jeder Dritte keine Beschäftigung mehr hatte, kam Hindenburg an die Macht und wollte Reichspräsident werden. Ok, erster Einschnitt, das stimmte dann nicht ganz, war mir aber fast klar gewesen, dass da die Fakten nicht mehr angekommen waren, da es ja alles recht schnell zum Schluss der Stunde hatte gehen müssen.

Also schauten wir noch einmal ins Buch. Der Abschnitt über die Regierungskrise 1930 wurde noch einmal gelesen und mündlich die Konsequenzen besprochen, die der Streit zwischen SPD und DVP um die 0,5% mehr an Arbeitslosenversicherungsabgaben letztlich gehabt hatte. Hieran war nämlich die Regierung zerbrochen und es kam wieder einmal, wie schon oft zuvor und danach, zu Neuwahlen des Parlaments. An der Stelle wies ich dann auf die Frage hin, die die letzte Stunde abgeschlossen hatte: „Macht Hindenburg sich selbst zum Kaiser?“ Die Schüler hatten richtig geschlussfolgert, dass Hindenburg ja Monarchie treu  Ende des ersten Weltkriegs gewesen war und er auch jetzt nicht unbedingt positiv der Demokratie gegenüber eingestellt war. Ich fand diese Frage eigentlich sehr dankbar für das Bearbeiten den folgenden Materials, von meinen Beurteilern wurde sie aber nicht angenommen. „Darum geht es ja nicht … ob Hindenburg nun ‚Kaiser‘ wird oder nicht. Sie wollen ja auf etwas anderes hinaus.“ Ja … in der nächsten Stunde, in dieser sollten die Ambitionen Hindenburgs mit der realpolitischen Situation abgeglichen werden, was man in diesem Schaubild wirklich gut leisten konnte. Dachte ich.

Und wenn du denkst, du denkst, … Die grundlegende Kritik hier, dass ich auch diese Phase direkt geleitet habe und nicht an die Schüler abtrat und sie alleine, mit einer visuell fixierten Fragestellung, habe arbeiten und dann auch ohne mein Eingreifen ihre Ergebnisse habe präsentieren lassen, die sehe ich absolut ein. Ich habe tatsächlich die komplette Stunde geleitet, wie ich es nun im Unterrichtsalltag sehr oft getan habe. Darüber habe ich nicht mehr nachgedacht und das werde ich schnellstmöglich ändern. Warum aber nicht anerkannt wurde, dass die Schüler die Parteien eindeutig einem politischen Spektrum zuordnen konnten, sie einen Anstieg der Wählerzahlen insgesamt eindeutig nachwiesen und eine Radikalisierung der Wähler im Zulauf der extremistischeren Parteien herauslasen … warum mir das alles  als Lernziel abgesprochen wurde, habe ich nicht verstanden.

Es kam nämlich alles, aber es wurde ’nicht vertieft‘. Als ich einwandt, dass ich die Zuordnung zur politischen Ausrichtung nicht weiter konkretisiert habe, weil ich das bereits in einer vorherigen Stunde ausführlich bearbeiten ließ, hieß es nur: „Das gehört dann in den didaktischen Kommentar. Überprüfen ob das mehr als nur die starken Schüler verstanden haben, kann man so nicht.“ Hat das eine etwas mit dem anderen zu tun? Wie soll ich überhaupt überprüfen, ob alle 26 Anwesenden jeder alles von dem versteht, was wir durchnehmen? Sehr, sehr viele Fragezeichen bildeten sich im Laufe der Besprechung und ich weiß immer noch auf mindestens die Hälfte der Kritikpunkte keine Lösung oder wie ich sie ändern soll und angehen sollte.

Und dann, nachdem wir die Parteien besprochen hatten und richtig auf die Regierungen eingegangen worden war, die in den jeweiligen Wahlperioden sich durch Zusammenschlüsse gebildet hatten, dann kamen wir auf den Punkt, der die anfangs gestellte Frage beantwortete: Warum konnte in einer Demokratie eine so gering repräsentierte Partei wie die DNVP eine Regierung bilden? Es wurde richtig erkannt, dass in einer Demokratie immer eine Mehrheit herrschen müsste,  die die Regierungsbildenden Parteien so befähigte ‚den Willen des Volkes‘ zu repräsentieren. Und dass es ja wahrscheinlich wäre, dass Hindenburg dieser Partei angehören würde und er es dann wohl geschafft hätte, sich zum Oberhaupt zu machen.

Ich war ziemlich zufrieden und ging auf den Darstellungstext ein, in dem die weiteren Ereignisse erzählt wurden.

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Nun ja, der Rest der Stunde verlief dann so, wie wir normalerweise mit den Texten im Buch umgehen; ein Abschnitt wird vorgelesen, die Schüler geben ihn in eigenen Worten wieder, stellen Fragen und merken die wichtigsten Punkte an und ich schrieb an der Tafel mit. Alles falsch. Die Schüler müssen das eigenständig erarbeiten, sie müssen dann ihre Ergebnisse präsentieren und als dann noch die Info vom Anfang der Stunde, dass es die SPD und DVP gewesen waren, die mit ihrem Zerwürfnis den aus der Regierungskrise resultierende Machtwechsel zu Hindenburg und seiner Partei begünstigt hatten, da war dann endgültig klar, dass die Schüler nicht zugehört hatten und die Stunde keinen Ertrag gebracht hatte. (Ich überspitze hier bewusst, aber so wurde es tatsächlich dargestellt.)

An dieser Stelle hätte sich dann anstatt die Schüler das anfangs aus dem Text zusammenfassen zu lassen, ein kurzer, präziser Lehrervortrag geeignet, da sich ja im Text auch nur die Information zum Streit zu der Erhöhung der Abgaben an die Arbeitslosenversicherung fanden und nicht den zusätzlich von der BVP (Bayrischen Volkspartei) geführten Kampf um die Biersteuer. Da hätte ich ergänzen müssen. Fachlich musste sowieso angemerkt werden, dass ein Datum falsch an der Tafel stand (1925 wurde Hindenburg Reichspräsident, 1924 war nur die erste Wahl, ich hatte die falsche Jahreszahl im Gespräch notiert) und einer meiner Stichpunkte durch ein fehlendes ‚über‘ missverständlich geworden war. Geht natürlich auch nicht, habe ich aber nicht bemerkt. Und was auch nicht geht, wo wir bei dem Punkt sind, ist in den Kommentaren zur Stunde zu bemerken, dass eines der Kinder mit ‚Fluchthintergrund‘ so unzureichend Deutsch spricht, dass eine Einbindung in den Unterricht nicht möglich ist. Das ist selbstverständlich immer möglich. Joa, bevor ich mir Gedanken darum mache, wie ich den Jungen demnächst irgendwelche Stichwortzettel ausmalen lasse oder Überschriften bunt unterstreichen, kümmere ich mich dann doch lieber erst um die anderen Baustellen. Ich kann wirklich nicht für ihn noch ein Förderprogramm entwerfen. (Denke ich, aber das mit dem Denken hatten wir ja schon …)

In der Abschlussphase der Stunde, ach ja, Phase … die waren alle nicht erkennbar, die Stunde ‚floss so dahin‘, also, in der ‚Abschlussphase‘ besprachen wir, inwiefern die nun besprochenen Ereignisse denn als ‚Zerstörung der Demokratie‘ gewertet werden könnten und hier kamen wirklich gute Beiträge. Es hatte sich eine Art Ein-Partei-Diktatur gebildet, durch die Hindenburg fähig gewesen war über Notverordnungen zu machen was er wollte. Das ging gegen die Prinzipien der Demokratie, aber das Volk scheint ihn zu unterstützen, da ja auch immer noch Wahlen stattfanden und die Leute sich nicht dagegen sperrten. Die Demokratie hatte letztlich zerstört, dass vorher soviel passiert war, was ihr negativ angelastet wurde, wie der Versailler Vertrag und die Reparationsforderungen, die Inflation, die Dolchstoßlegende und die Arbeitslosigkeit. ‚Die Leute fühlten sich verarscht‘, meinte eine Schülerin treffend. Und die Demokratie hatte sich als unfähig erwiesen, weil sie 1930 keine Einigung erzielen konnte.

Tja, damit kam ich aus der Stunde und eigentlich hatte ich die Ergebnisse absolut ok gefunden. Da das aber alles nur von wenigen geleistet worden war und der Rest da wie bereits erwähnt wie hypnotisiert saß, habe ich das Lernziel nicht erreicht und alles war für die Katz. Oder gleich für die Tonne. Wer weiß.

Was ich nun mitnehme und auf jeden Fall angehen werde:

  • Abgeben. Ich muss mich mehr zurücknehmen und die Schüler machen lassen.
  • Stärker Strukturieren. Meine Phasen waren nicht erkennbar.
    • Angestrebte Struktur wäre:
      • Schüler erschließen aus Material, was ich ihnen reingebe ein Problem.
      • Entwickeln hierfür eine Frage und Hypothesen
      • erarbeiten das dann an von mir zur Verfügung gestelltem Material
      • stellen eigenständig ihre Ergebnisse vor, tauschen sich eigenverantwortlich darüber aus
      • und ziehen das Fazit.
      • (mit enthaltener Problemstellung/Frage für die nächste Stunde)

Bin gespannt, wie schnell ich die Punkte hinbekomme und vor allem: WIE?! Bin generell sehr ratlos im Moment. Ian übrigens auch, der verstand die Welt nicht mehr, als ich ihm vom UB berichtete. Bin ich wenigstens nicht ganz so alleine damit und obwohl ich auch fand, dass die Stunde recht ’steif‘ verlief und uns der übliche Schwung fehlte, so habe ich nicht etwas grundlegendes geändert. Ian versuchte mich noch aufzubauen, er würde meinen Unterricht wirklich gut finden, mit besserer Beteiligung als bei ihm und die Tafelbilder wären gut und ich wäre souverän und würde als Lehrerin wahrgenommen werden und … er konnte es sich nicht erklären, warum die Kritik so negativ ausgefallen war.

Vielleicht erklärt ein Kommentar meines KSL was das Problem war: „Solche Stunden kommen im Schulalltag immer mal vor, aber für den UB muss da etwas anderes her.“ Es war nicht … ‚Unterrichtsbesuch‘ genug.

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29 Kommentare zu „Setzen … 6!

  1. Hey, das tut mir aber leid. Aber es klingt so, wie bei allen Referendaren. Seminarleiter finden immer was zu meckern. Ist so. Und sie wollen was ganz spezifisches sehen. Und wenn du ddas nicht zeigst, was sie sehen wollen, pech gehabt. Oder was sie sich vorher unter dem vergebenen Thema vorgestellt haben.
    Und Schüler sind in so Situationen immer versteinert, da hilft auch kein guter Unterricht 😀 In meiner zweiten LP saßen da Oberstufenschüler (z.T. schon 18) vor mir, und waren so eingeschüchert. Es war so ruhig in dem Raum, das war beängstigend. Und zur Partnerarbeit und reden musste ich sie tatsächlich auffordern.
    Und zur Redebeteiligung: Gehe da ganz strikt in so Situationen vor. Sitzplan hernehmen, aufrufen und abhaken, wen du aufgerufen hast. Die wollen Streuung sehen.
    Meine Stunden schauen i.d.R. so aus: Ich habe am Anfang eine 5 Minütige M(otivationsphase) (bzw. davor meistens noch eine Abfrage), und dann kommen Erarbeitungsphasen und Ergebnissicherungsphasen 1,2,3. Vor den jeweiligen Erarbeitungsphasen kommt immer eine Überleitung (im idealfall), irgendein Material (meistens eher Quelle als Darstellungstext, Video geht auch ganz gut) und dann die Sicherung der Ergebnisse an Tafel/AB. Am besten (laut Seminarlehrerin) mit Arbeitsanweisungen versehen. Und im Idealfall (HAHAHA) am Ende noch eine Operator 3 Frage (Wie gesagt, HAHAHA, nur in Lehrproben). Wenn du magst, kann ich dir mal meine Lehrprobe schicken, auf die ich eine 2 bekommen habe. Und wie das aufgebaut war. Das war allerdings Oberstufe. Aber für die 9. KLasse habe ich bis zu den 20er und ab der Nachkriegszeit digitale Stundenentwürfe 🙂

    1. Weise Worte. Du bist mir einfach ein gutes Stück voraus, das liest man hier sehr deutlich raus. Ich habe heute wohl eine recht gute Einsicht darein bekommen, was mein Fachleiter sehen will. Ob ich das umsetzen kann, werden wir sehen.

      Diese gespenstische Stille hat mich am Anfang total aus dem Konzept gebracht. Da musste ich echt erst rudern, dass wir reinkamen. Leider legte es sich die ganze Stunde nicht. Ich habe tatsächlich noch nie einen Schüler bisher in die Situation gebracht, dass ich ihn/sie ohne Meldung aufgerufen habe. Das finde ich immer recht fies, aber ich sollte wohl damit anfangen, damit sie sich dran gewöhnen und in der Situation dann nicht vor Schreck einen Herzinfarkt bekommen.

      Ich würde mich über Material sehr freuen! Je mehr eh desto besser, wir sind ja Jäger und Sammler im Moment. 😉 Danke schon einmal für das Angebot.

      1. Naja, wenn du deine Stunden hier so beschreibst, bin ich voll neidisch wie toll das bei dir alles klingt 🙈 wir wurden aber von Anfang an getrimmt, so zu arbeiten.
        Naja man muss auch die nicht Melder aufrufen. Wobei ich damit auch Probleme habe.
        Und Lehrproben/UBs sind dazu da, zu zeigen was du kannst, nicht was du machst. So wurde uns das ganz deutlich gesagt 😀

      2. Wahrscheinlich sehe ich meine Stunden in einem falschen Licht oder so. Es wurde ja kein gutes Haar an dieser gelassen.

        Und was das ‚getrimmt werden‘ angeht, so schaut ja niemand. Ian ist der erste jetzt, der regelmäßig meinen Unterricht gesehen hat und mir Rückmeldung gab. Sonst war da niemand, außer die ersten UBs. Drei offizielle Bewertungen in einem halben Jahr. Überschaubar.

      3. 😀 naja wenn ich aus Stunden rausgehe und mir denke, das war jetzt gut und dann die Seminarlehrer kommen und sagen, war jetzt nicht so gut, denke ich mir das auch. Aber jeder ist da anders. Ich bin auch nicht der Lehrervortragstyp, andere können das sehr gut.
        das ist schon krass. Wir hatten am Anfang pro Fach 3 Lehrversuche in verschiedenen Jahrgangsstufen. Dann eigenen Klassen und in der Anfangszeit war da bestimmt jeder zweite Stunde (in Geschichte ) jemand da.
        Wir haben insgesamt nur 3 offizielle Bewertungen in 2 Jahren, aber die besuchen uns am Anfang eben häufig, angeblich geht das auch nicht in die Benotung mit ein.
        Wenn du mir irgendwie deine E-Mail Adresse zukommen lässt, schicke ich dir etwas Material 🙂 also wie ich die Stunden aufbaue 😉

  2. Ich sende dir Trost aus RLP. Sei umarmt, es ging uns allen so.
    Gegen die Ratlosigkeit hier ein Rat: von solchen leitenden Stunden würde ich absoluten Abstand nehmen. Das kommt bei keinem Fachleiter an. Bau deine Stunden nach der klassischen Lernschleife auf. Und alles läuft am Schnürchen. Imposanter Einstieg, irgendwas Nettes (stummer Impuls, eine klitzekleine Geschichte mit Problemaufwurf für die Stunde, eine kleines vorbereitetes Rollenspiel durch die Schüler – letzteres kommt super gut an). Arbeitsauftrag und Arbeitsmaterial übergeben, im Vorfeld schon Gruppen festlegen (ich hatte dafür immer ansprechende Mappen), dann Schüler erarbeiten lassen, eine Gruppe präsentiert, Reflexion – Hausaufgabe oder irgendwas Festigendes, Ende…. Ich bin so hervorragend durch jegliche Überprüfungen und Besuche gekommen. Buchtipp: W. Mattes, Methoden für den Unterricht (gibt ein Lehrerheft und ein Schülerheft, unbedingt beides kaufen) – das wertvollste Buch eines Referendars…jann ich nur empfehlen, Lernschleife ist auch drin beschrieben. Setzen… 6 gehört damit der Vergangenheit an.
    Viel Erfolg und ganz liebe Grüße, Ela☕

    1. Habs mir schon hinter die Ohren geschrieben: „KEINE Lehrerzentrierung. Never. Ever.“

      Gruppen gibt es bei mir auch, habe ja die hübschen bunten Folienmappen. Das Buch habe ich sogar hier und habe da auch schon oft was draus genutzt. Ich hatte echt einfach normal meine Stunde vorbereitet und dabei so ziemlich jegliches Tam-Tam weggelassen. Von wegen „Wir wollen eine ganz normale Stunde sehen …“ Ja ne, is klar. Lektion gelernt, ich hoffe, es ist mit ‚ich stell das alles mal um‘ dann wirklich getan. Muss viel ausprobieren die nächsten Wochen. Vor Weihnachten muss der dritte UB durch sein. Mal sehen wie das laufen wird.

      1. Also bei uns heißt nicht : GA gleich tolle UB/LP zum Glück. Lehrerzentrierung ist wohl auch okay, aber Schüleraktivierung ist das wichtige. Kriege ich die Schüler zum Reden. Und nachdenken. Aber da ist ja jeder anders

  3. „Wie soll ich überhaupt überprüfen, ob alle 26 Anwesenden jeder alles von dem versteht, was wir durchnehmen?“
    Ich stoße ins gleiche Horn wie meine Vor-Kommentare. Ich finde, deine Stunde hört sich super an. So viel Mitarbeit in einer „klassischen“ Stunde ist etwas, worauf man stolz sein kann. Aber es war nicht „UB“ genug. Um deine Frage deshalb zu beantworten:
    „Du beantwortest es, indem du die SuS in irgendeine offene Unterrichtsform steckst, Gruppenarbeit, Gruppenpuzzle, Ringelpiez mit Anfassen oder Jahreszahlen-Tanzen und sie haben es AUTOMATISCH selbst verstanden, weil die Methode so funktioniert.“ Und jetzt packe ich meinen Sarkasmus wieder weg und tätschel dir die Schulter. *tätschel*

    1. Danke 🙂 Mitarbeit war solala, Ergebnisse waren aber gut, das fand ich auch. Und danke fürs Tätscheln ^.^

      Im Endeffekt läuft es genau darauf hinaus. Ich muss Methoden-hörig werden und anfangen, mich in den Stunden in Luft aufzulösen. Am Ende darf ich vielleicht noch auf Anforderungsbereich drei einen kurzen Impuls liefern, der die Schüler daran erinnert, dass sie fundierte Urteile bilden sollten. Klar … machen wir. Widerspricht komplett meinem Stil, aber irgendwie werde ich das hinbekommen >.<

    2. 😂😂😂 jetzt muss ich aber doch mal lachen. Jahreszahlentanzen😂, ich stelle es mir gerade vor, und Fachleiter und Schulleiter werden aufgefordert, mitzumachen,😂😂😂 ich schmeiß mich weg.

      1. Nur um fies zu sein, sollte man sowas mal einplanen 😀 „So, und nun tanzen wir die wichtigsten Jahreszahlen. Wenn die Gäste in der hinteren Reihe sich auch dazu gesellen möchten, wir wollen das Gemeinschaftserlebnis doch nicht zerstören. Und dabei nicht das untermalende Intonieren der Ereignisse zu den Zahlen vergessen. Und eins …“ Hach ja ^.^

  4. Kopf hoch, nicht deprimieren lassen, weitermachen, schauen, wie sie wollen. Eigenständige Sachen machst du eben nach deinen Prüfungen. Ist bei uns ja auch so….

    1. Danke dir. Das Problem, was ich dahinter noch sehe ist natürlich, ob ich vielleicht tatsächlich eine sehr verzogene Wahrnehmung habe und das was ich mache nur in meinen Augen gut ankommt und durchdacht ist und alle andere klar sehen, dass es so nicht geht. Nicht in der Absolutheit, aber die die da ausbilden sollten ansatzweise ja schon wissen, was sie tun. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.

  5. Sch*** Lächeln und Nicken.
    Unterrichtsbesuche sind wirklich nie Unterrichtsalltag. Der Besuch in der letzten Reihe will sehen, dass du fachlich, methodisch didaktisch ein Thema kleinteilig „servieren“ kannst. Meine Arbeit liegt vor der Stunde, nicht in der Stunde…
    (Meine besten UBs waren die 2, in denen ich mich selbst furchtbar gelangweilt habe.)

    1. Ich musste mich am Ende des Gesprächs dann tatsächlich drauf verlegen. Als ich zwischendrin anfing dagegen zu diskutieren und meine Sicht darzulegen hieß es „Sie versteht es nicht …“ vom KSL zum FL. Ab da habe ich gelächelt und genickt.

      Die Arbeitshaltung war in etwa das, was ich mir jetzt für die nächste Zeit vorgenommen habe. So muss es zumindest das nächste Jahr laufen, vielleicht danach dann anders, mal sehen. In meinen Stunden langweilen will ich mich aber definitiv nicht. >.<

  6. PS: Du bist toll motiviert und so reflektiert. Du wirst das die nächsten Male toll wuppen. Weil du jetzt nämlich weißt, was man sehen will. 🙂

    1. Hoffen wir mal, dass ich Wissen in Tun umsetzen kann. Erste Chance dazu bekomme ich gleich Donnerstag im nächsten UB -.-

      Und danke für die Blumen 🙂

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