Veröffentlicht in Alltag, Familie

WmdedgT? November 2016

Frau Brüllen rief, aber ich hatte einfach zu viel um die Ohren. Auch jetzt habe ich eigentlich keine Zeit, will aber nicht noch einen Monat verpassen, also hier mein gestriger Tag.

02:00 Uhr Auf ins fremde Bett

Am Freitag Abend, als mir eigentlich schon die Augen zufielen, da ich die letzten Nächte nicht wirklich gut geschlafen hatte (Aufregung wegen dem Geschichts-UB und allgemein irgendwie zu viele Gedanken im Kopf), schrieb eine Geschichts-Mit-Refi in der WhatsApp Gruppe, ob nicht wer Lust hätte spontan zum ‚Besäufnis‘ vorbei zu kommen, sie hätte heute so richtig ‚verkackt‘. Naja, ich konnte es ja nachvollziehen, also sprach ich fix mit meinen Männern und fuhr kurzentschlossen zu ihr, als ich „kinderfrei“ bekam.

Der Abend zog sich (wie erwartet) ziemlich in die Länge, spontan waren tatsächlich 13 Leute vorbeigekommen. Einige aus unserem Geschichtsseminar, einige aus ihrem Kernseminar, das wir nicht zusammen besuchen und Freunde, die die Verbeamtung ihres Freundes gefeiert hatten (Er arbeitet irgendwas bei der Stadt?). Ein bunter Haufen, der die flüssigen Vorräte des Hauses mit Elan dezimierte. Bald wurden Leidensgeschichten ausgetauscht und man beruhigte sich gegenseitig, dass es doch nun noch nicht alles verloren sein könnte und wir das schon irgendwie schaffen werden. Es tat ganz gut zu hören, dass irgendwie alle ähnliche Probleme hatten.

Um zwei waren dann alle soweit, dass man sich langsam hinlegen wollte und ich kuschelte mich ins fremde Bett, was leider in einem sehr kalten Raum stand. Mein Gedankenkarussell wollte nicht recht anhalten, aber irgendwann war ich weg.

05:10 Uhr Umdrehen

Geschlafen habe ich nicht gut, aber ich schaffte das Umdrehen in dem furchtbar knatschenden Bett tatsächlich, ohne meinen Mit-im-Raum-Schläfer aufzuwecken, der das Bett gegenüber belegte.

07:20 Uhr Aufstehen

Da ich versprochen hatte nicht zu spät zu kommen, stand ich beim nächsten Blick auf die Uhr auf. Mein Mit-Schläfer hörte und sah noch nix und ich ging auf ein kleines Frühstück runter. Wir quatschten noch etwas, beruhigten uns und ließen die Geschichten vom Abend revuepassieren, dann brach ich auf.

09:10 Uhr Wieder zu Hause

Zu Hause begrüßten mich die Kinder stürmisch. Die Motte wollte mich gar nicht mehr loslassen und war sehr schmusig und der Spatz zeigte uns ein Buch nach dem nächsten. Leider stand sehr viel Arbeit ins Haus und ich zog mich bald an den Schreibtisch zurück, während mein Mann mit den Kindern losfuhr, um diverse Erledigungen zu tätigen. Mein Freund verließ kurz nach meinem Mann das Haus, ihm standen neue Behandlungen bevor, da sich sein Gesundheitszustand weiter verschlechtert hat. Somit saß ich dann alleine im Haus und konnte in Ruhe arbeiten.

11:20 Uhr Der Patient kehrt heim

Mein Freund kommt mit echt unterirdischen Neuigkeiten zurück. Wenn die nun erfolgte Medikamentenumstellung nicht schnellstmöglich wirken sollte, wird er für gut zwei Monate in die Schweiz müssen, um behandelt zu werden. Um die stationäre Behandlung vorher kommt er auch nur mit rapide kletternden Werten herum und das wäre dann zu Weihnachten. Hm hm … Noch bringt es nichts sich aufzuregen, vielleicht klettern seine Werte nun brav in grüne Bereiche. Wenn nicht werden wir uns was überlegen müssen, wie es weiter geht.

12:40 Uhr Stippvisite

Mein Mann steckt den Kopf zur Tür herein, um noch einmal etwas abzuholen, bevor er weiterzieht. Ich teile ihm die schlechten Neuigkeiten mit und wir verlegen das Gespräch auf den Abend.

Trotz des bis dahin verbesserungswürdig verlaufenen Tages, habe ich tatsächlich schon einen Großteil der Vorbereitungen für die kommende Woche erledigen können und ordne zufrieden mein 8. Arbeitsblatt für die anstehende Gruppenarbeit in Geschichte ein. Ian hatte sich seinen Ausbildungsauftrag nun nach dem misslungenen UB etwas mehr zu Herzen genommen und einen detaillierten Plan für die kommenden Stunden von mir gefordert. Dafür ich noch gut 2h brauchen, dann wollte ich mit dem Kurs durch sein.

16:15 Uhr Die Kinder kommen wieder

Mann und Kinder kehren wieder zu Hause ein. Meine Planungen haben doch etwas länger gebraucht, aber die Gruppenarbeit ist endlich vorbereitet und auch schon zu Ian gesandt worden. Da ich mal wieder eine Vertretungsstunde in meiner neunten Klasse bekommen habe, muss ich den Plan für Montag nun erweitern und bastle noch ein wenig am Verfassungsschema der Weimarer Republik herum, welches die Kinder sich erschließen sollen.

Da die Kleinen im Moment echt anstrengend sind, haben sie die Nerven meines Mannes ordentlich strapaziert und ich gehe häufig zu ihnen, um etwas die Spannung heraus zu nehmen. Das Arbeitsblatt und die Folie für die Doppelstunde am Montag schaffe ich noch vorm Abendessen.

18:10 Uhr Abendessen

Es gibt Bratkartoffeln, Spiegelei, Pulled Pork, Saure Gurken und Salat. Mein Freund liegt schon flach, da die Medikamente ihn ordentlich ausgeknockt haben und wir reden um mögliche Konsequenzen und Strategien, wenn er als Unterstützung im Alltag wirklich zwei Monate ausfallen sollte. Das wird eine echt schwierige Zeit.

Nach dem Essen kuscheln wir uns aufs Sofa, lesen Bücher und schauen eine Folge Big Bang Theorie. Die Kinder sind von dem aufregenden Tag ziemlich erledigt und schlafen an und auf uns kuschelnd fast sofort weg. Also geht es für die Kurzen ins Bett.

19:20 Uhr Büro

Ich drucke alles aus, hefte die Vorbereitungen für die Stunden ab und organisiere noch etwas. Mein Freund ist leider vom eigenen Herzschlag wieder aufgewacht und leistet mir im Büro Gesellschaft. Lange kann ich die Augen aber auch nicht mehr offen halten und gehe kurz darauf ins Bett. Die vorangegangenen Nächte machen sich bemerkbar. Immerhin habe ich den Tag 16 Arbeitsblätter erstellen können und fünf Stunden geplant.

20:50 Uhr Augen zu

Eingeschlafen, die Erste. Irgendwie zieht mein Nacken ganz furchtbar und ich komme nicht recht zur Ruhe.

23:35 Uhr Töchterchen kommt kuscheln

Die Motte mag mal wieder nicht mehr alleine schlafen und krabbelt zu uns ins Bett. Mein Unbehagen wird immer größer, ich kann die Ursache aber nicht lokalisieren. Als die Kleine endlich schläft, bringt mein Mann sie wieder rüber, ich schlafe aber bis halb drei nicht mehr ein und lese.

Morgens weiß ich dann immerhin, woran das schlecht schlafen gelegen hatte: (Außer den vielen Gedanken, die mir durch den Kopf gehen …) Ich wache mit Schmerzen im unteren Rücken auf und habe kurz darauf kaum noch Spielraum in meinen Bewegungen. Den Tag heute verbrachte ich also mit Linderungsversuchen, wobei ich fürchte, dass ich morgen früh nicht zur Schule, sondern zum Arzt gehen werden muss.

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