Veröffentlicht in Alltag, Referendariat

Der Korrekturstift

Ein kleiner Beitrag heute nur, weil ich für viel mehr immer noch keine rechte Zeit finde. Dabei gäbe es soviel zu schreiben. Dass ich nun die beiden 3. UBs in Themenbereichen absolvieren muss, die mir nicht so recht liegen und die ich im Moment nur von Stunde zu Stunde in den Klassen ‚ableiste‘. Dass meine letzte Stunde bevorsteht bei Ian und ich schon etwas traurig bin, die Reihe bei den Neunern abzuschließen (Wir zerstören die Demokratie! 😀 ). Dass die ersten Fühler im Kollegium ausgestreckt wurden und man auf Weihnachtsmärkte und zum Mittagessen eingeladen wurde. Dass die erste Klausur immer näher rückt. Dass bei mir bald Halbzeit ist und ich gerade die Vorbereitungen der anderen Referendare mitbekomme, die nun schon bald wirklich fertig sein werden. Hach ja … aber zu meinem neuen Korrekturschreibgerät.

Ich hatte mir online einige Modelle angeschaut und Preise verglichen. Was würde sich auf lange Zeit wohl am meisten preislich rentieren? Maite ist relativ zügig auf Tintenpatronen umgestiegen und ich schloss mich nach etwas hin und her rechnen ihrer Kalkulation an. Aber Füller können schon teuer sein. Und wie wägt man ab, ob sie gut in der Hand liegen? Online kaufen erschien mir also nicht das Wahre zu sein.

Also ins nächste Fachgeschäft. Die Damen waren … verwirrt? Die eine auf jeden Fall. Ob sie mir helfen könnten? Ja, ich hoffe doch. Die Füller lagen an dem kleinen Tresen direkt neben der Tür aus. Was ich denn ausgeben wolle. Meine Brauen näherten sich der Haarlinie. Von welcher Spannbreite würden wir denn da sprechen, wollte ich wissen. Ja also, der hier … und ich hatte einen schweren Füller in der Hand, der vorne eine völlig runde, nach außen gebogene Auflagefläche für die Finger hatte. Kopfschüttelnd gab ich ihn gleich zurück (ein Blick aufs Preisschild verriet mir, dass wir im 70 Euro Bereich gewesen waren), ich suchte aber genau das Gegenteil. Schöne Einbuchtungen, die den Füller gleich in die Hand schmiegten und nicht die furchtbaren Druckstellen verursachten. Ich erinnerte mich lebhaft an meine Grundschulzeit …

Ein Modell nach dem nächsten wanderte durch meine Hand, die Preise sanken und sanken. Letztlich sagte sie leicht genervt: „Ja dann müssen sie die Anfängerfüller ausprobieren!“ Joa, das tat ich. Und sieh an, schöne Auskerbungen, glattes Material (wie man Riffeln auf eine Auflagefläche die mit Haut in Kontakt kommt machen kann … naja) und bei dem einen Modell eine wirklich angenehme Oberfläche. Das Material fühlte sich fast samtig an. Waren dann auch die günstigsten, wer hätte es gedacht.

Ob es auch auffüllbare Patronen dafür gäbe, wollte ich wissen. Für Pelikan gäbe es das nicht, nur Lamy. Ah ja. Amazon sagt was anderes, aber hey. Egal ^.^ Also kaufte ich einen Pack rote Patronen und ließ mich zur Kasse zwei Schritte weiter lotsen. Ja, es war einer dieser winzig kleinen Schreibwarenläden, die so vollgestellt sind, dass jeder Schritt gut geplant sein will. Eigentlich liebe ich die ja, aber irgendwie fanden die Damen und ich keinen Draht zueinander. Naja, während ich also knapp zehn Euro für den Füller und zwei für die Patronen zahlte, trat die nächste Kundin an den Tresen, den ich gerade verlassen hatte. Sie würde einen Rotstift suchen, sie wäre Lehrerin und bräuchte was zum korrigieren. Grinsend verließ ich das Geschäft.

Das hier wurde es nun. Mein neues Korrekturwerkzeug:

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11 Kommentare zu „Der Korrekturstift

  1. Zum so schreiben definitiv Lamy 😀
    Zum korrigeren: Rotstift von stabilo. Also die normalen 🙈 beim füller bin ich mir nicht sicher, ob der dokumentenecht ist

  2. Hier liegen 3 Lamys. Blau, rot, grün. Grün für so mittelwichtige Korrekturen, HA-Kontrollen/freiwillige Unterrichtsmitschriften/GA-Ergebnisse etc.

  3. Hallo, wunderbare Geschichte zum Rotstift 🙂 hat mich wirklich zum Schmunzeln gebracht.
    Ich habe (noch) eine Nominierung für den „liebster“ Award. ich würde dich gern nominieren, wenn das für dich okay ist?!
    Liebe Grüße und ein schönes Adventswochenende.

    1. Da ich mit solchen Nominierungen nicht gerade überschwemmt werde, sicher, sehr gerne. Allerdings weiß ich nicht, ob ich heute noch dazu komme. Wenn ich die Stundevorbereitungen (liegend) hinbekommen habe, melde ich mich nochmal 😉

      Ebenfalls einen schönen Advent.

      1. Keinen stress. Ich würde das nächste Woche fertig machen 🙂 danach machst du es wie du es schaffst 🙂 ich sitze grad am Schreibtisch .. lernen is doof 😀
        Und danke 🙂

      2. Lernen war so toll 😀 Retrospektiv betrachtet >.< Im Moment würde ich mich tatsächlich sehr gerne für eine Woche in einer Bibliothek vergrabe und ein wissenschaftliche Hausarbeit schreiben.

      3. Hausarbeiten musst ich nie schreiben. Immer nur Sachen auswendig lernen.lernen.lernen… nun ja. Hat so jeder seine Problemchen, nech? 😀

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