Veröffentlicht in Referendariat

Bestandsaufnahme

Auch wenn ich dringend vorbereiten muss, ich will doch einmal die liegengebliebenen Themen ansprechen. Das Blog-Portfolio soll hier ja schon eine Entwicklung zeigen und nicht nur  Momentaufnahmen. Mal nebenher, an die anderen Referendare, die hier eventuell mitlesen, hat man das bei euch auch als solch eine Neuerung verkauft? Gleich am Anfang erzählte man uns, dass es jetzt den Referendaren ‚dringend ans Herz gelegt‘ wird, dass sie ihre Zeit im Ref als reflexives Portfolio nebenher beobachten. Bei uns gab es das wohl vorher nicht.

Gut also: Mein Rücken macht Zicken. Das ist das Nervigste und Drängendste was mich gerade auch in eine ziemlich unmögliche Position halb liegend an den Schreibtisch bringt und effektives Arbeiten verhindert. Jetzt schon zum Weg zur Volkskrankheit Nr. 1? Juhu … Leider schaffe ich es absolut nicht zum Fitnessstudio, wo ich mich vor zwei Monaten angemeldet hatte. Optimierungsbedarf, die erste.

Nächstes Wochenende fahren wir zur Familie meines Freundes. Ein runder Geburtstag steht an und die Verwandtschaft dort hat die Kinder teilweise noch gar nicht gesehen. Schon ungünstig, wenn einen knapp 600 km trennen. Wir fahren also ins ‚Schwabenländle‘ und ich versuche jetzt schon zu planen, wie ich meinen Unterricht vorbereite 😦 Ein Wochenende ohne Vorbereitungszeit, wenn danach dann die entscheidenden Stunden für die UBs laufen werden … ich bekomme dezentes P in den Augen, wenn ich nur dran denke. Allerdings will ich die Familie wirklich mal wieder sehen und denke schon, dass die Auszeit gut tun wird.

Wie schon erwähnt, wird der Ausbildungsunterricht bei Ian am Dienstag durch sein. Ich möchte auf jeden Fall ein kleines Dankeschön für die Klasse vorbereiten (weiß absolut nicht was 😦 ). Sie haben so toll mitgemacht, sind fleißig und interessiert gewesen. Mal schauen, ob mir was einfällt. Auch um Ian als Ausbildungslehrer ist es schade. Die Alternative ist Frau Klaus, die Lehrerin, mit der Romina schon so oft aneinandergeraten ist. Alle anderen Geschichtskurse passen nicht in meinen Stundenplan. Ich werde sie also bitten müssen, ob ich in ihrer EF mitgehen kann. Auf die Themen der EF, wie Kreuzzüge, Islam, spätmittelalte Geschichte, hätte ich schon Lust, nur auf den Ausbildungsunterricht bei ihr nach den Eindrücken vom letzten Samstag irgendwie weniger. Ich sollte wohl einmal alles streichen, was bisher passiert ist und einen Neustart mit ihr gedanklich wagen.

Generell scheint im Moment bei allen etwas der Stress auszubrechen und die Luft summt sowohl in der Schule als auch in den Seminaren vor unterdrückter Spannung. Bei einer Philosophiemitreferendarin entlud sich alles Donnerstag Abend im Fachseminar, als sie um unsere Einschätzung zu ihrer UB Idee bat und wir munter drauflosquatschten, was uns zum Thema Kulturrelativismus so einfiel. Wir versuchten ihr Möglichkeiten für ihr eingeplantes Material vorzuschlagen, jedoch brach sie letztlich in Tränen aus. Die drei UBs in ihrem anderen Fach waren nicht gut gelaufen, der erste in Philo auch nicht und nun würde sie den zweiten und den entscheidenden dritten sehr kurz hintereinander haben und einfach keinen Plan, was sie da ändern könnte.

Der Stress war sehr nachvollziehbar und so kam es, dass sie gestern mein Angebot annahm und sich zum Brainstormen meldete. Nach unserem Gespräch abends, kam dann leider kurz darauf eine panische Nachricht, sie hätte jetzt einen Blackout und alles vergessen, was wir besprochen hätten, ob ich es nochmal als Audio schicken könnte. Wenn ich mehr Erfahrungen wie zu dem Geschichts UB gesammelt hätte, ginge es mir wohl genauso. Bei ihr wird zwar immer die ‚Lehrerpersönlichkeit‘ gelobt, aber wenn der Rest nicht stimmt, dann wird es ja auch nicht besser. Schwierige Situation.

Inzwischen haben sich aber alle Philoreferendare aus meinem Seminar somit bei mir gemeldet und ich kann auf der Vergleichsebene sagen, dass mir der Philosophieunterricht einfach zu liegen scheint. Immerhin nicht zwei Baustellen. Bei Geschichte bin ich nun sehr auf den dritten UB gespannt, der mir hoffentlich wieder etwas Vertrauen in meine Fähigkeit Geschichte vermitteln zu können wiedergeben wird.

Da dieses Wochenende auch mit Terminen vollgestopft ist, schaue ich mal, dass ich nun die Reihen, die zu den dritten UBs führen, gründlich plane und mir was gutes für die ‚ganz normalen‘ UB Stunden einfallen lasse.

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5 Kommentare zu „Bestandsaufnahme

  1. Was ist dieses Portfolio? Musst du das machen? Oder deine Fachleiter?
    Bei mir gibt es am Ende neben den Noten noch ein Gutachten. Da steht schon etwas über dir Entwicklung drin. Ein zwei Sachen hat meine Geschichtsseminarlehrerin schon durchblicken lassen (ich kann nur mit „Lob“ nicht umgehen :D). Da steht auch was aus der Zweigschule drin (mein zweites war leider ziemlich schlecht :()

    1. Ich habe keine Ahnung was das genau sein soll. Es hat nichts mit der Note zu tun, wurde uns als ‚positiv für uns‘ verkauft. So etwas wie ein fachliches Tagebuch. Wie und ob das von jemandem eingesehen wird … Keine Ahnung.

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