Veröffentlicht in Alltag, Planung, Referendariat

Und wenn du denkst, du denkst, …

… dann merkst du, dass du deinen Verstand leider an der letzten Windung verloren hast. So dauerte es dann gestern morgen auch etwas, bis mich mein Hirn wieder einholte und ich begriff, warum ich sah, was ich sah: Ein leeres Klassenzimmer. Wo waren meine 9er?!

Das Rätsel löste sich langsam auf, als mir das Schlagwort „Sprachenfahrt“ wieder in Erinnerung geschlichen kam. Richtig, die 9er waren auf Sprachenfahrt. Die ganze Woche schon … und ich hatte in meiner Verplantheit zwar mitbekommen, dass sie auf Sprachenfahrt waren, aber dabei vollkommen vergessen die Verbindung zu ziehen, dass wenn ALLE 9er auf Sprachenfahrt sind, das auch MEINE 9er im Philo Kurs einschließt.

Wer bei den Terminen aufgepasst hat, wird das Problem erkennen: Nächste Woche sollte der UB in Philo sein und ja, genau in diesem Kurs; der ja schon letzte Woche wegen Krankheit meinerseits ausgefallen war; und nun wegen dieser Fahrt erneut ausfällt. Leider habe ich auf meine Mail an meinen Fachseminarleiter noch keine Antwort, in der ich um eine Verschiebung des Termins bat. Mal sehen also, was das werden wird -.-

Die letzten zwei Tage waren eh nicht unter ‚gelaufen wie geplant‘ abzulegen. Es fing damit an, dass ich am Donnerstag (meinem freien Tag schultechnisch) zur zweiten Stunde zur Besprechung mit Frau Klaus verabredet war und die mir im Treppenhaus aufgelöst entgegen kam. Sie hatte einen Unfall gehabt, jemand war ihr draufgefahren und sie fühlte sich nicht gut und würde jetzt erstmal fahren um das abzuklären. Somit war nicht nur die Besprechung abgesagt, sondern ich natürlich in der Pflicht, für den nächsten Tag die Vorbereitung der Einführung des neuen Themas vorzubereiten. Allein. Juhu … nicht.

Etwas besorgt ließ ich sie alleine fahren, mit vermutetem Schleudertrauma keine so gute Entscheidung in meinen Augen und fuhr zur Werkstatt, um Marie durchchecken zu lassen. Meine blaue Dame machte nämlich ordentlich Mucken, was den Anzug und die ominöse Kontrollleuchte anging. Mit einem wahren Schlachtschiff an Jeep kam ich eine gute Stunde später wieder in der Schule an und machte mich an die Planung. In der 5. Stunde wollte Herr König mir Rückmeldung zu meiner geplanten Reihe für den UB in Philo geben.

Es lief alles recht schleppend, wobei Lucas mir einen guten Hinweis für eine thematische Zusammenfassung der amerikanischen Vorstaatlichkeit gab, aus dem ich dann tatsächlich einen brauchbaren Einstieg für den nächsten Tag anfing zu basteln. Die Besprechung mit Herr König war etwas frustrierend, da er mich ziemlich deutlich auf eine Fehlplanung in meiner Reihe hinwies: Es war nicht anschaulich stringent genug. Ich hatte alles sehr praktisch ausgelegt, aber es fehlte der rote Faden – ein Thema was das alles miteinander verband. Die Stunden hatten inhaltlich miteinander zu tun, aber ich war alles etwas zu methodisch angegangen, weswegen nun so der richtige „Anwendungskontext“ fehlte.

Recht hatte er. Ziemlich unzufrieden blätterte ich in seinem mitgebrachten Material herum und ließ mich dann widerstrebend-bereitwillig auf eine Umformung der Reihe gedanklich ein. Ich war ja die ganze Zeit schon unzufrieden damit, wohin sich das Thema entwickelte und gerade für die 9er fand ich den theoretischen Ansatz mit den Syllogismen einfach … bäh. Er riet mir auch davon ab, mich in die Richtung weiter zu bewegen und eher wirklich greifbar mit Beispielen zu arbeiten. Ob ich dem Ganzen nun noch einen Namen gab und Fachwörter einführte, das würde man dann sehen. Aber um zum eigentlichen Kern – moralische Handlung und deren Kritik – zu kommen, brauchte ich keine Syllogismus-Stunde.

Nachdem der Stein aus dem Weg gerollt worden war, fuhr ich nach Hause und arbeitete an der Stunde für Freitag. Nach zwei Stunden fuhr ich zu Maite, die ich ewig nicht gesehen hatte. Und kaum vertieften wir uns ins Gespräch und die Inhalte, da dröselte sich alles auf und die verbleibenden drei Stunden bis zum UB gaben auf einmal Sinn. Der Plan stand, als ich abends nach Hause fuhr und ich merkte wieder einmal, wie sehr mir jemand fehlte, dessen Gedanken meine ergänzen können. Mit Elif klappt es leider nicht so gut.

Nun ja, der Abend zog sich dann noch eine Weile am Schreibtisch bis spät in die Nacht, als auch das letzte Material für die Geschichts EF den nächsten Tag stand. Dann der Moment morgens, als ich in der leeren KLasse stand … das Auto, was nun offiziell zur tickenden Zeitbombe erklärt wurde (Turbolader mit Macke, noch funktionstüchtig, kann jeder Zeit verkanten und den Motor dann schrotten, 2000 € für Reparatur sind aber nicht da), vergessene USB Sticks mit Unterrichtsmaterial, eine semi-ok gelaufene Stunde später und eine Fortbildung nochmal später war dann auch der Freitag vorbei und ich fiel erschlagen ins Bett.

Ich muss so viel noch machen, ich bin aber irgendwie … möp. Mal sehen. Das die Einführungsstunde nicht so toll gelaufen ist, ärgert mich auch. Es lag vor allem am Material und ich werde mit Gruppenpuzzeln leider nicht so recht warm – ich werde die Stunde später noch reflektieren. Viel Potenzial zur Analyse vorhanden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s