Veröffentlicht in Alltag, Organisatorisches, Referendariat

Die Neuen sind da

Vorgestern kamen sie, die neuen Referendare. Und man merkte, dass tatsächlich schon ein Jahr vergangen war. Das Gefühl war irgendwie ganz nett. Tatsächlich nur noch knapp 5 Monate und es ist vorbei. Ich habe tatsächlich nur noch einen UB und dann bereite ich meine Prüfungen vor 😮

Genauso wie wir anfangs mit der Schultüte begrüßt wurden, bastelten wir nun auch für die neuen ihre Tüten. Das hat an unserer Schule Tradition und ich hatte mich ja wirklich sehr über die Geste zu Anfang gefreut. Somit bastelte ich mit ordentlich Elan an den von meiner Mitreferendarin bereits vorbereiteten Tüten, als sie dann im Unterricht war. Das Ergebnis sah nett aus.

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Die Neuen sind ein bunter Haufen und ich war ein wenig neidisch, dass wir nicht so eine große Gruppe beim Start gewesen sind. Wäre schon nett gewesen in einer größeren Truppe.

Dass man tatsächlich inzwischen einiges weiterzugeben hat, merkte man bei den ersten Fragen: Orga-Überblick (was findet man wo und was ist tatsächlich wichtig?), wie plant man am Besten die ersten Tage, wann macht man das EPG, schafft man beide UBs vor den Ferien, wie plant man das genau, welche Programme helfen beim Einstieg, wie organisiert man die Unterlagen, welche Gadgets sind ein ‚Must-Have‘ und so weiter. Und wenn man dann tatsächlich knapp 2h ins Reden kommt, merkt man, wie sehr sich der Blick inzwischen geändert hat.

Am ersten Tag hatte ich die Neuen nicht lange gesehen, da ich zur zweiten Schule musste. Hatte aber gleich versprochen, dass ich meine wichtigsten Utensilien mitbringen würde und einmal ne Schnelleinführung zu Bewertungsprogramm und Planungsmitteln mache. Könnte ja für andere, die eventuell in der gleichen Situation sind und sich her verirren ganz nützlich sein. Hier also mal ein kleiner Überblick:

Organisation und Planung des Alltags

Ich habe mir ja echt Gedanken zu dem Punkt gemacht gehabt und etwas rumprobiert. Mein System besteht nun aus Aktenmappen für die verschiedenen Reihenplanungen.

  1. Im Idealfall entsteht im Vorfeld des kompletten Unterrichts eine übersichtliche Reihenplanung, in der verschieden Schwerpunkte direkt vermerkt werden. Das existiert dann rein elektronisch auf meinen verschiedenen Sticks, die ich in regelmäßigen Abständen auf einer externen Festplatte abspeichere und sichere. Im Falle des Ausbildungsunterrichts erhält man dann jedoch die Chance, dieses nochmal durchzusprechen und dann sieht das Ergebnis in etwa so aus:
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    Was wirklich notwendig ist, wie man ja an der einen Stunde vorgestern gesehen hat, deren Inhalt bei eigener Planung einfach noch zu verquer läuft. Im eigenen Unterricht hat man diesen Austausch oft nicht und steht alleine vor dem Berg, weswegen dort auch noch recht viel schief läuft.
  2. Jede einzelne Stunde erhält einen Verlaufsplan mit Stundenlernziel und Phasierung, Fragen für die einzelnen Überleitungen und erwarteten Ergebnissen.
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    Das klappt tatsächlich bisher nur stringent im Ausbildungsunterricht, da man für die eigenen Kurse einfach nicht die Zeit hat, dass alles so genau anzufertigen. Ich werde mir später wohl versuchsweise immer zwei oder drei Kurse heraussuchen, für die ich das weiterhin so handhaben werde. Irgendwann sind dann hoffentlich alle Themen mal abgearbeitet.
  3. Dazu landet dann alles Material, welches ich für die Stunden brauche, also Kopiervorlagen in Form von Arbeitsblättern oder Folien oder sonstiges Material, in den dünnsten, billigsten Klarsichthüllen, die ich finden konnte. Wenn das zu viele werden haben sie nämlich ihr ganz eigenes Gewicht, das sie auf die Waage bringen.
  4. Ist die Reihe abgeschlossen, werden alle Materialien zusammengeheftet, die zu dem Thema mit den Stundenplanungen zusammen gekommen sind und landen in den Akten.
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    Die sind nach Fächern sortiert (grün Philo, rot Geschichte) und nach Themen in den jeweiligen Jahrgängen aufgeschlüsselt. Das erschien mir bisher am Sinnvollsten, da man Themen auch öfter doppelt macht und deren Schwierigkeit, Umfang und Ausrichtung dann an das Alter und die Leistungsfähigkeit der Schüler anpassen muss.

Wenn alles gut gelaufen ist, hat man dann fertige Vorlagen für das jeweilige Unterrichtsvorhaben, die man bei Bedarf aus den Akten direkt rausziehen kann, in den Schulordner übernimmt und einfach abarbeitet. Bei Bedarf Änderungen oder ‚Umbauten‘ vornimmt, wenn man beim ersten Mal gemerkt hat, dass etwas nicht so gut lief.

Formulierungshilfen

Ohne meine Operatorenlisten für die jeweiligen Fächer geht nicht viel. Im Ordner ganz vorne sind die von mir bearbeiteten und sortierten Listen – im Original sind die zwar alphabetisch sortiert, aber das hilft einem bei Anforderungsbereichen und den Schlüsselwörtern nicht weiter – zusammen mit den grundlegenden Phasierungskonzepten für die Stunden und den methodischen Schwerpunkten je Fach anzutreffen.
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Und ja, ich schaue immer noch bei jedem Arbeitsauftrag oder Stundenlernziel kurz drauf. Sollte ich wahrscheinlich inzwischen auswendig können, kann ich noch nicht 😛

Benotungshilfen und Kursorganisation

Ich greife hier auf eine App zurück, deren Aufbau mir am Meisten zusagte und die für Windows erhältlich ist. Es gibt noch eine für Apple, aber da ich kein einziges Apple Produkt besitze, fiel die raus, obwohl ich die Oberfläche und intuitive Bedienung noch besser fand. Alles was man da so im Angebot hat heißt irgendwas mit ‚Teacher‘, in meinem Fall Teacher Studio. Eindrücke gibt’s nach kurzem Googeln.

Helfer

Dazu hatte ich was die elektronischen Geräte angeht ja schon einmal einen Beitrag verfasst. Den teile ich hier noch einmal, da hat sich nichts verändert. Von der Oberfläche und Bedienbarkeit und insgesamt, lag mir das Asus nach wie vor mehr. Das Acer tut aber seinen Dienst.

Fürs Grobe war es das dann erstmal. Viel mehr braucht man im normalen Alltag tatsächlich nicht. Den ganzen Kleinkram mit Magneten, Folienstiften, Markern, diversesten (Korrektur-)Stiften, Kreidemäppchen und Co lasse ich hier mal weg. Den schleppt eh jeder herum.

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