Veröffentlicht in Alltag, Referendariat

WmdedgT? 06/2017

Ich habe gefühlt ewig nicht mehr auf die Frage von Frau Brüllen geantwortet, was ich denn den Tag so anstelle. Es ist der 5. des Monats Juni und ich denke dann doch mal wieder dran.

07:00 Uhr Halbschlaf

Da ich die Nacht etwas abseits des Hauptgeschehens bei meinem Freund verbracht habe, dämmere ich nach dem kurzen Gepolter nebenan aus dem Kinderzimmer wieder weg. Mein Mann macht schon 😉

08:10 Uhr Aufstehen

Es poltert wieder und es dieses Mal ertönt die leicht genervte Stimme meines Mannes von unten, die die Kinder auffordert ‚den Unsinn jetzt mal sein zu lassen‘. Gut, ich stehe wohl nun besser auf. Mein Freund dreht sich nochmal um.

08:45 Uhr Frühstück

Die Kinder sind hungrig und zerren mich relativ bald an den Frühstückstisch. Wir verdrücken die Reste vom übriggebliebenen Pfingstfrühstück mit den Großeltern vom Tag davor und besprechen den Tagesablauf. Da ich mich gestern durch eine sehr semi-optimal ausgefallene Geschichtsklausur der EF gequält habe, muss ich heute noch relativ viel Unterricht vorbereiten, will Elif besuchen und treffe mein Kernseminar abends zum Grillen. Arbeit, Arbeit …

09:30 Uhr Büro

IMG-20170605-WA0000Nachdem wir gegessen und grob Ordnung geschaffen habe, fange ich mit der Planung meines 9er praktische Philosophie Kurses an. Wir brauchen eine theoretische Grundlage um den Film „Die Bestimmung“ analysieren zu können. Dankbarerweise finde ich eine gute Aufteilung in einem Handbuch. Mit Hilfe der Kopiervorlagen fange ich an alles zurecht zu stückeln und … zu laminieren.

[Insider ^.^ Wer das ‚Laminier-Lied‘ noch nicht kennt, einmal diesem Link folgen.]

12:23 Kaffee Pause

Es dauert ja immer so furchtbar lange diese ‚kleinen Vorbereitungen‘ fertigzustellen.

20170605_123014.jpg

Es liegt alles fertig für Freitag im Regal und ich habe nebenher beim Ausschneiden, Einstecken, Zurechtskalieren, etc. noch zwei kurze Dokus über meinen ach so schlimmen Beruf gesehen.

Wie gut sind unsere Lehrer? Lehrer im ZDF-Check

Lehrer am Limit | Panorama | NDR

Auch zwei Arbeitsblätter, einmal für die oben zu sehende Gruppenarbeit und dann noch für die Dokumentation „Die Geschichte des Rassismus“ für besagten Geschichtskurs mit der Klausur, die sich etwas ‚Entspannenderes‘ nach der letzten Arbeit gewünscht haben, sind vorbereitet und abgeheftet.

16:00 Uhr Sonne und Arbeit

Da aus der ‚Pause‘ tatsächlich eine wirkliche Arbeitsunterbrechung wurde, in der ich ein wenig spielte, mit Freunden chattete, die Kinder bespaßte und nichts ganz so Produktives hinbekam, zog es mich gegen vier mit meinem Geschichtsbuch nach draußen. Sachanalyse beim Sonnenbaden bekommt man eben doch nicht so oft hin 😉 Das Kriegsende des ersten Weltkriegs wirkt auch gar nicht mehr so düster, wenn einem dabei die Sonne den Rücken wärmt.

17:15 Uhr Aufbruchsstimmung

Alle wichtigen Dinge fürs Grillen mit dem Kernseminar werden zusammengepackt. Leider gab es bei uns ein Missverständnis beim Einkaufen, weswegen ich nun ohne Salate da stehe und meinen Teil nicht so ganz leisten kann. Glücklicherweise wurde mir schon Ersatz aus dem heimischen Kühlschrank von einem Mit-Refi angeboten.

Die Kleidungsauswahl erweist sich als schnell getätigt. Wann sonst soll man die kürzeren Kleider auch anziehen, wenn nun nicht mehr in der Freizeit? ^.^ Sommerkleidchen passend zum Wetter gibt es zu Hauf in meinem Schrank. Gelegenheit sie anzuziehen leider weniger. Nach einem kritischen Blick auf die Oberschenkel entscheide ich mich aber für eine Strumpfhose. Ja … da läuft immer noch mein Fitnessstudio Abo ungenutzt. Ich muss wirklich dringend hin. >.<

17:30 Uhr Aufbruch und Treffen

Der Abend verlief dann wirklich schön. Grillen, Kartenspiele und etwas Fachgesimpel zu einem unfertigen Entwurf und dann war es schon kurz nach Zwölf. Da ich die Kinder am nächsten Morgen versorgen musste, brach ich sehr nüchtern aus der feuchtfröhlichen Runde auf und sitze den nächsten Tag mit dezenten Augenringen bei den tobenden Kleinen. Aber: Schön wars 🙂

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4 Kommentare zu „WmdedgT? 06/2017

  1. Die kleinsten Sachen nehmen am meisten Zeit in Anspruch, kann ich nur bestätigen.
    „Wie lange brauchst du noch?“, fragt mein Mann.
    „Ach, nur 10 Min.“
    „Okay, dann mache ich schonmal Kaffee.“
    Als ich zum Kaffeetisch kam, wer der Kaffee kalt.
    LG Ela☕

    1. Der Kaffee wird mir inzwischen standardmäßig zum Schreibtisch gebracht -.-* Das Schlimme ist, man kommt ja auch immer auf das Nächste und Übernächste. Ich finde noch sehr schlecht den Schluss.

      1. Das geht mir auch nach vielen Berufsjahren noch so manches Mal so. Was ich nur nicht mehr mache, ist die Kaffeetasse mit zum Schreibtisch nehmen. Auszeiten sind sehr wichtig und das halte ich auch strickt ein.
        Die Dokus habe ich beide schon damals im TV gesehen. Besonders die erste (ZDF) fand ich sehr gelungen.

      2. Ich fand die Darstellung auch gut. Es wird mehr und mehr auch nach dem ‚Alltag in den Schulen‘ geschaut seit PISA kommt es mir vor. Hoffentlich ändert es letztlich etwas. Das System mit den Seiteneinsteigern finde ich zum Beispiel wirklich schlecht gelöst. Mehr arbeiten bei gleichem Ausbildungsbedarf? Naja …

        Es gibt noch eine, die auch irgendwo bei den Empfehlungen auftaucht, wenn man sich durchklickt. Da werden drei Referendare begleitet. (Geht über 1 1/2h.) Die fand ich auch gut.

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